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Rund 120 Menschen demonstrierten am Berliner Platz zum Jahrestag der Ermodung George Floyds gegen Rassismus. FBF

In Gedenken an George Floyd

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Gießen (bf). Vor einem Jahr wurde der Afroamerikaner George Floyd von einem Polizisten im US-Amerikanischen Minneapolis ermordet. Zum Gedenken an ihn und für alle Menschen, die durch Rassismus diskriminiert, benachteiligt und ermordet wurden, fand am Dienstag vor dem Rathaus in Gießen eine Black Lives Matter-Demonstration statt.

Wegen des schlechten Wetters entschied sich der Veranstalter, die Gießener Jungsozialisten (Jusos) dazu, es bei der eigentlich im Anschluss an die Demo geplanten Kundgebung auf dem Berliner Platz zu belassen. Vor den rund 120 Teilnehmern hatten auch Gastredner die Möglichkeit, Botschaften loszuwerden. Die Rednerin Ananya Tesfaye machte mit einer besonders emotionalen Ansprache aufmerksam: »Glauben Sie mir, Rassismus tötet, Rassismus ist sehr böse, Rassismus ist gefährlich. Rassismus ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft. Weil diese Welt auch uns gehört und wir das nicht mehr länger hinnehmen werden. Lasst uns bei uns anfangen, lasst uns was verändern«, sagte sie, während ein aufmerksamer Demo-Teilnehmer auf die Bühne ging und ihr einen Regenschirm über ihr halb durchnässtes Blatt Papier hielt, von dem sie ihre Worte ablas.

Während die Teilnehmer den ersten Rednern applaudierten, war die Polizei schon wieder auf dem Rückmarsch. Eine Begleitung durch die Beamten war nicht mehr erforderlich. Die Menschen waren zwar nass, trotzdem aber friedlich und gut gelaunt. Und sie hielten sich an die Hygienevorschriften. Wer keinen Regenschirm dabei hatte, versuchte Schutz unter dem Rathaus-Dach zu finden.

Kundgebung verläuft friedlich

Nach knapp 45 Minuten war die Kundgebung beendet und alle Teilnehmer und Gäste machten sich auf den Weg ins Trockene.

Juso-Sprecherin Liza Beci machte noch einmal klar: »Rassismus darf niemals verharmlost und akzeptiert werden. Ich werde im Kampf gegen den Rassismus weiter machen, so lange bis jeder gleichberechtigt ist.«

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