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Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit werden (v. l.) Lothar Bechtold, Gerd Pfeiffer und Philipp Greilich vom Vorsitzenden Bodo Lenz (r.) geehrt.

In Gedanken bei den Hochwasser-Opfern

  • VonDagmar Hinterlang
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Gießen-Kleinlinden (hin). Die Jahreshauptversammlung der Kleinlindener Feuerwehr im Bürgerhaus stand unter dem Eindruck der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. »Erste Hilfstrupps aus dem Landkreis sind in Richtung Köln unterwegs,« berichtete Martina Klee, Leiterin des Amtes für Brand- und Bevölkerungsschutz. Sie sollen die erschöpften Kräfte bei der Rettung und Bergung von Hochwasseropfern und bei den Aufräumarbeiten unterstützen.

Wehrführer Martin Hoffmann bat die Anwesenden um eine Gedenkminute für die bei Rettungsarbeiten verstorbenen Feuerwehrkameraden.

Trotz Corona konnte sich die Kleinlindener Wehr im Berichtsjahr personell verstärken. Ende 2020 verzeichnete sie 42 Aktive. »Inzwischen ist die Zahl auf 45 gestiegen«, freute sich Hoffmann. Die Einsätze sanken coronabedingt auf 92. Um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, sind bauliche Maßnahmen nötig. Eine Standortanalyse soll den geeignetsten Ort für einen Neubau des Gerätehauses aufzeigen. Bürgermeister Peter Neidel würdigte die Einsatzbereitschaft und das gesellschaftliche Engagement der Wehr. Der scheidende Brandschutzdezernent freute sich, einen Beitrag zur perspektivischen Neuausrichtung geleistet zu haben. Stadtbrandinspektor Jörg Bindhardt wünschte sich, die Einheiten zusammenzubringen. Ortsvorsteher Dr. Klaus Dieter Greilich überbrachte Grüße des Ortsbeirats. Im Rahmen der Jahresversammlung der Einsatzabteilung fanden Beförderungen statt. Kim-Felix Gralla und Markus Hild wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert, Alexander Gabriel-Christen zum Oberlöschmeister. Wehrführer Martin Hoffmann wurde zum Hauptbrandmeister befördert.

Auch beim Feuerwehrverein gab es trotz Corona einen Mitgliederzuwachs, wie Vorsitzender Bodo Lenz hervorhob. Zum Jahresende 2020 gab es 383 Mitglieder. »Inzwischen haben wir die 400 überschritten«, sagte Lenz. Im Vorstand gab es einige Wechsel. Bodo Lenz und Reimund Aust übernahmen den Vorsitz. Annabel Trelenberg wurde Pressewartin, Janina Fritze Beisitzerin. Für Kontinuität sorgten Peter Pinks (Kassenwart), Arwit Trelenberg (Schriftführer) sowie Anja Fritze und Laura Grasmäher (Beisitzerinnen). Wehrführer Hoffmann, Stellvertreter Aust und der neu gewählte Stellverteter Markus Hild sind qua Amt Mitglied des Vereinsvorstands.

Die Feiern zum 125-jährigen Bestehen der Kleinlindener Wehr mussten weitgehend ausfallen. Nur der Kommersabend im Januar 2020 fand statt. Auch die Jubiläumsreise nach New York musste verschoben werden. Kassenprüfer Jürgen Schwarz bescheinigte dem Verein eine solide Kassenführung. Er beantragte die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Die Blutspendetermine sollen wieder aufgenommen werden. Aust wünschte sich Zuwachs für die Jugendwehr. Winfried Wagenbach berichtete von Veranstaltungsausfällen bei der Alters- und Ehrenabteilung. Nur drei der für 25 Jahre Geehrten konnten anwesend sein. Das waren Lothar Bechtold, Gerd Pfeiffer und Philipp Greilich. Auch Klaus Mitrenga, der für 50 Jahre hätte geehrt werden sollen, fehlte.

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