Ende August besichtigte Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer (l.) den Bismarckturm, gestern zeichnete er den Förderverein um seinen Vorsitzenden Bernhard Höpfner aus.	FOTO: MÖ
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Ende August besichtigte Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer (l.) den Bismarckturm, gestern zeichnete er den Förderverein um seinen Vorsitzenden Bernhard Höpfner aus. FOTO: MÖ

Denkmalschutz

Hohe Auszeichnung für Bismarckturm-Retter in Gießen

  • Burkhard Möller
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Der Hessische Denkmalschutzpreis in der Kategorie Ehrenamt geht an den Gießener Förderverein Bismarckturm. Am Dienstag wurden die Aktiven in Wiesbaden geehrt.

Gießen (mö). »The winner is...« hatte die GAZ Ende August getitelt, als eine Delegation aus der Hessischen Staatskanzlei den Bismarckturm auf der Hardt besichtigte und sich über die Arbeit des Fördervereins informierte. Seit Dienstagnachmittag kann der Satz vervollständigt werden, denn die Bismarckturm-Retter um ihren Vorsitzenden Bernhard Höpfner gehören in diesem Jahr tatsächlich zu den Trägern des Hessischen Denkmalschutzpreises. Am Nachmittag wurden die Preise im Wiesbadener Schloss Biebrich von Kultur- und Kunstministerin Angela Dorn und Staatskanzleichef Axel Wintermeyer verliehen.

»Unsere Denkmäler sind ein Stück Heimat und sie gehören zur Identität unseres Landes. Eine große Unterstützung sind dabei engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich und mit großer Leidenschaft für die Denkmalpflege einsetzen«, erklärte Wintermeyer bei der Verleihung an den Fördervereinsvorsitzenden Bernhard Höpfner. Die drei Preise in der Sonderkategorie Ehrenamt sind mit jeweils 2500 Euro dotiert.

»Wir freuen uns natürlich riesig über diese Auszeichnung«, sagte Höpfner in einer ersten Reaktion. Der Preis rufe in Erinnerung, welche »gewaltige Herausforderung es damals war, den Turm zu sanieren und nach 40 Jahren wieder begehbar zu machen«, erklärte der langjährige Stadtrat. Der Preis sei eine ideele und materielle Anerkennung für alle, die sich seit 2007 für die Rettung des Kulturdenkmals eingesetzt hätten.

Was mit dem Preisgeld gemacht werden soll, steht laut Höpfner schon fest. Die Tür oben am oberen Ausgang müsse wetterfest gemacht und mit einem stabilen Rahmen versehen werden. »Wasser soll da ja nicht mehr eindringen«, erläuterte Höpfner.

Turm am Sonntag wieder geöffnet

Für den Turm-Retter ist übrigens nicht das Bauwerk das Schönste, sondern die Aussicht, die man von dort genießen kann - bis zum Feldberg und Hoherodskopf. Am Sonntag, wenn der Turm zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet hat, bietet sich eine der letzten Gelegenheiten in diesem Jahr, sich davon zu überzeugen.

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