Hochschulpakt: AStA enttäuscht

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Gießen(pm) "Der große Wurf bleibt aus": So kommentiert der Allgemeine Studierendenausschuss der Justus-Liebig-Universität den hessischen Hochschulpakt. Zwar begrüßt die Studierendenvertretung die Aufstockung der finanziellen Mittel und den stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit und Gendergerechtigkeit. Doch der nötige grundlegende Wandel werde "auf die lange Bank geschoben".

Die Chance sei verpasst worden, die Mechanismen der Gelderverteilung zu verändern. Von guten Studienbedingungen für alle sei man noch weit entfernt, kritisiert Arne Krause, Referent für Hochschulpolitik. "Probleme wie der Konkurrenzkampf der Hochschulen um Geld und Studierende und die miserable Betreuungsrelation werden im Kern erhalten bleiben." Die JLU werde voraussichtlich nicht alle maroden Seminarräume renovieren können, von energetischer Sanierung ganz zu schweigen.

Jetzt müssten die einzelnen Hochschulen die nachhaltige Entwicklung konkretisieren, fordert Michel Zörb, ebenfalls Referent für Hochschulpolitik.

Positiv bewertet der AStA die in Aussicht gestellte Entfristung für wissenschaftliche Mitarbeiter und den Erhalt der Einführungsangebote für Erstsemester. Nötig seien mehr Mitbestimmungsrechte, so die Hochschulpolitik-Referentin Ellen Beck: "Wir wissen schließlich selbst am besten, wo gerade der Schuh drückt."

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