Hochschulen lehren das ganze Semester digital

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Gießen(kw). Nur in Ausnahmefällen werden sich im laufenden Sommersemester Gießener Studierende in Seminaren begegnen. Präsenzlehrveranstaltungen sollen erst ab Juni und nur dann anberaumt werden, wenn die Anwesenheit zwingend erforderlich ist, etwa bei Laborpraktika, Sportkursen oder Prüfungen. Das haben die Justus-Liebig-Universität und die Technische Hochschule Mittelhessen jetzt bekannt gegeben.

Dabei müssten selbstverständlich die notwendigen Hygiene- und Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. Oberstes Ziel bleibe, die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Die großen Hochschulen trügen dabei besondere Verantwortung.

Die Gebäude der JLU sind weiterhin nur für Bedienstete zugänglich. Bis 30. September finden in ihren Liegenschaften keinerlei öffentliche Veranstaltungen mit Publikumsverkehr statt - unabhängig davon, ob die JLU der Veranstalter ist oder Externe. Stattdessen gibt es eine Reihe virtueller Veranstaltungsangebote.

Die Sportanlagen bleiben zunächst bis 31. Juli grundsätzlich geschlossen. Gremien - vom Senat bis zur Berufungskommission - sollen, sofern es die Rahmenbedingungen erlauben, "in echt" tagen. Für viele Hausarbeiten verlängert sich die Bearbeitungszeit um sechs Wochen.

Die Vorlesungszeit endet nach derzeitigem Stand an beiden Hochschulen am 17. Juli. Das Wintersemester soll am 1. November beginnen, zwei Wochen später als üblich. Der so entstehende zeitliche "Puffer" soll das Nachholen von Veranstaltungen erleichtern.

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