Wort zum Sonntag

Hinhören

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In der Weihnachtszeit waren unsere Kinder mit ihren Familien zu Besuch. Vier Enkel bringen Leben in die Bude. Wenn sie dann nach einem turbulenten Tag im Bett sind, kommen endlich die Erwachsenen zu Wort. Und dann, mitten im Lachen und Reden ertönt plötzlich eine Kinderstimme. Die Eltern hören sie unter vielen Geräuschen heraus und wissen sofort, sie werden gebraucht. Und das Kind weiß, meine Eltern kümmern sich um mich.

Das lässt sich auch auf Gott übertragen. Er spricht den Menschen immer wieder an, wie im Wochenspruch: "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht." Hebr. 3,15. Das "heute" meint genau die Sekunde, in der an einem Familienabend die Kinderstimme ertönt. Das kann auch bei Gott jederzeit sein: ein Lied, eine Erinnerung, eine Lebensfrage, ein Schicksalsschlag. Plötzlich ist sie da, die Stimme, die mich aufhorchen lässt. Wie reagiere ich darauf? Lasse ich mich ansprechen? Gehe ich der Stimme nach? Bin ich bereit meinen Fokus zu ändern? Auch Nicht-Eltern kennen solche Situationen. Z.B. den Feueralarm im Schulhof. Alle, die es hören, reagieren sofort, auch wenn die Hintergründe noch völlig unklar sind. Wie dumm wäre es, wenn wir das Signal ignorieren. "Ich mache das Handyspiel noch zu Ende", oder "Ich habe keine Lust aufzustehen". Die Folgen können sehr unterschiedlich sein - von einer Rüge des Klassenlehrers bis hin zum Tod, wenn ich nicht rechtzeitig den Flammen entkomme.

So eine Mahnung ist der aktuelle Wochenspruch. Die größte Hilfskraft der Welt meldet sich bei Ihnen, jetzt wo Sie diese Zeilen lesen. Vielleicht geht es nur um eine Kleinigkeit, in der Sie Hilfe bekommen sollen, oder Sie werden selber als Helfer eingesetzt. Vielleicht ist es aber auch wirklich ernst, und es geht um Leben und Tod.

Clemens Schweiger

"Campus für Christus"

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