+
Das Mathematikum wird derzeit auf die Wiedereröffnung vorbereitet. FOTO: PM

An Himmelfahrt geht’s wieder los

  • schließen

Gießen(pm). Nach insgesamt knapp zehn Wochen Schließung öffnet das Mathematikum am Donnerstag, 21. Mai (Christi Himmelfahrt), wieder seine Türen. Die Anordnungen des Landes Hessen erlauben es, Museen auf Basis eines auf das Haus zugeschnittenen Hygienekonzepts zu öffnen. Im Mathematikum sei das eine sehr komplexe Aufgabe, da das Markenzeichen des Hauses "Mathematik zum Anfassen" sei und man daher intelligente Konzepte brauche, um die Exponate auch in Corona-Zeiten nutzen zu können, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums.

Prof. Albrecht Beutelspacher, Direktor des Mathematikums, betont die Verantwortung von Wissenschaftsmuseen: "Unsere Besucher und auch unsere Mitarbeiter sollen sich nicht nur sicher im Mathematikum fühlen, sondern sie sollen auch sicher sein." In einem Museum mit interaktiven Experimenten müssen einschneidende Maßnahmen ergriffen werden. In den letzten Tagen und Wochen wurde vom Krisenstab des Museum ein detailliertes Konzept entwickelt, das nicht nur die Hygienevorschriften berücksichtigt, sondern auch unter anderem jedes der rund 200 interaktiven Exponate der Ausstellung in den Blick genommen hat. Manche Exponate müssen entfernt werden, weil bei ihnen ein zu hohes Infektionspotenzial besteht - so auch der Bereich "Mini-Mathematikum". Manche Exponate müssen entzerrt werden, weil sie zu dicht beieinanderstehen. Das ganze Haus wird eine einsichtige Wegeführung bekommen, natürlich müssen die Hygienevoraussetzungen erfüllt sein und auch die Bestimmungen zu den Besucherzahlen müssen eingehalten bzw. geregelt werden. "Es wartet noch ein Stück Arbeit auf uns, aber zum 21. Mai wird alles bereit sein. Wir alle freuen uns sehr auf die Zeit, in der Besucherinnen und Besucher das Mathematikum wieder besuchen und genießen können", sagt Beutelspacher.

Neben der Dauerausstellung wird ab 21. Mai an den Wänden des Mathematikums eine Ausstellung mit 60 der herausragendsten Zeichnungen des französischen Karikaturisten Jean Bosc zu sehen sein. "Ich finde es bewundernswert, wie Bosc in einer für ihn hoffnungslosen Lage die Absurditäten der Welt so klar erkannt und genial aufgespießt hat, dass wir unbeschwert über sie lachen können", freut sich Beutelspacher auf die Kunstausstellung im Mathematikum.

Wer das Mathematikum besuchen möchte, kann sich über das Buchungssystem unter www.mathematikum.de zu einem Zeitslot von 2,5 Stunden anmelden. In dieser Zeit ist gewährleistet, dass das Haus von nicht mehr als der vorgeschriebenen Höchstzahl an Besuchern gleichzeitig besucht wird und der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Neuigkeitenzur Öffnung können auf der Homepage www.mathematikum.de nachgelesen werden. Dort befindet sich auch eine neue Rubrik "Mathematikum-online", die nicht nur zu Corona-Zeiten das Mathematikum ein Stückchen zu den Menschen nach Hause bringt und zum Mitmachen anregt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare