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»Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an.« Christine zeigt Kreativität und Engagement - das Resultat im Ruheraum der neuen Reha-Werkstatt Mitte kann sich sehen lassen.

Hier kommt man jetzt zur Ruhe

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Gießen (pm). Christine liebt das Basteln, das Spiel mit Farben und Formen - und sie mag es sehr, mit ihrem Talent und ihren Ideen anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Sowohl im Bekanntenkreis als auch auf der Arbeit. Das durften kürzlich die Mitarbeiter der Reha-Werkstatt (Standort Mitte) der Lebenshilfe Gießen mit Staunen feststellen.

Die 26-Jährige ist seit sechs Jahren in der Rehabilitationseinrichtung für Menschen mit chronisch-psychischen Erkrankungen im Erdkauter Weg tätig, eigentlich arbeitet sie in der dortigen Kantine. Im vergangenen halben Jahr gestaltete Christine, mit der Hilfe einiger Kollegen, zusätzlich einen Ruheraum in Eigeninitiative liebevoll um. Dieser erstrahlt nun in neuem Glanz und mit maritimem Anstrich.

Werkstattleiter Marlon Diaz zeigte sich beeindruckt von der konzeptionellen Arbeit und Ausdauer, vor allem aber von der Motivation der Frau mit Handicap: »Christine wollte den alten, etwas farblosen Ruheraum, der Mitarbeiter im Arbeitsalltag eine Verschnaufpause bieten kann, umgestalten, freundlicher machen.« Dies sei auch ein Hauptbeweggrund für ihre Aktion gewesen, sagte Christine.

Sie erarbeitete Entwürfe für den neuen Raum: Farben, Dekorationen. Rund sechs Monate später kommt dieser in meeresblauen Farben daher, Muscheln hängen an dünnen Fäden von einem Ast. »Ich habe mal gehört, dass der Meeresausblick beruhigen soll«, sagte die Lebenshilfe-Mitarbeiterin, die ferner einen Zimmerbrunnen aufgestellt und die Ruheraumliege mit neuem Bezug versehen hat.

Auch Melanie Hagedorn, bei der Lebenshilfe Gießen für Marketing und Vertrieb zuständig, freute sich zur Einweihung des neuen räumlichen Schmuckstücks der Reha-Werkstatt über Christines Engagement. »Du bist eine Person, die Mut macht und ihren Plan durchsetzt. Diese Willensstärke hat nicht jeder«, sagte Hagedorn, die Christine darin unterstützte, ihre Ideen zu visualisieren. Christine betonte: »Ich habe eine geistige Beeinträchtigung - aber ich finde es gut, was ich mit ihr bislang alles geschafft habe.«

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