Hessischer Wissenschaftspreis nach Gießen und Marburg

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Gießen/Wiesbaden(pm). Der Wissenschaftspreis "Hessische Geschichte und Landeskunde" geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an zwei Historikerinnen aus Gießen und Marburg. Christine Braun von der Philipps-Universität und Silvia Kepsch von der Justus-Liebig-Universität werden für ihre Studien zum hessischen Soldatenhandel und der Bedeutung von Konfessionen für Frauen in verschiedenen Grafenhäusern ausgezeichnet.

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt die mit maximal 5000 Euro dotierte Auszeichnung alle zwei Jahre.

Silvia Kepsch setzt sich in ihrer Dissertation mit konfessionsverschiedenen Ehen in den Grafenhäusern Nassau, SoIms und Isenburg-Büdingen auseinander. Sie konnte nachweisen, dass die Ehefrauen in den Herrscherhäusern, in die sie eingeheiratet hatten, ihre Konfessionen teilweise sehr geschickt nutzten, um eigenständige Personal- und Kirchenpolitik zu betreiben. Damit gelangen ihr tiefe, bislang unbekannte Einblicke in die Handlungsspielräume von Frauen als politische Akteurinnen.

"Unser Wissenschaftspreis zeigt, wie vielfältig und spannend die Erforschung hessischer Geschichte ist", sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn, die den Preisträgerinnen gratulierte.

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