Herbert Hellhund Jazzprofessor
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Herbert Hellhund Jazzprofessor

Herbert Hellhund kehrt heim

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Gießen(pm). Ein außergewöhnliches Konzert steht am Mittwoch, 12. Februar, 20 Uhr, im Hermann-Levi-Saal des Rathauses auf dem Programm der Jazzinitiative Gießen. Gäste sind die Musiker von Hannover Calling, einem Sextett um den Hannoveraner Trompeter und Jazzprofessor Herbert Hellhund. Für Herbert Hellhund ein "Coming Home", war er doch vor einigen Jahrzehnten in Gießen vielfältig musikalisch aktiv und hat sich seinerzeit seine akademischen Weihen bei Ekkehard Jost am musikwissenschaftlichen Institut erarbeitet.

Die Truppe um Herbert Hellhund lässt keine musikalischen Wünsche offen. Da wäre der in Gießen sehr gut bekannte Detlef Landeck aus Kassel an der Posaune. Landeck, vielfach ausgezeichnet, ist übrigens Träger des Hessischen Jazzpreis 2008.

2018 ebenfalls mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet wurde der Saxofonist Matthias Schubert, in Gießen auch kein Unbekannter. Schuberts Aktivitäten aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen, von Albert Mangelsdorff Quintett über Klaus König Orchester bis zu Aufführungen mit Günter Grass, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ein "Coming Home" findet mit diesem Auftritt auch für den Pianisten und Komponisten Bardo Henning aus Berlin statt. Auch er war einmal Student am musikwissenschaftlichen Institut der JLU. Henning, in verschiedenen Genres unterwegs, erregte mit seiner Komposition zur zentralen Feier des Tags der Deutschen Einheit im Jahre 1998 die Gemüter. Wegen eines achttaktigen Zitats der DDR-Hymne "Auferstanden aus Ruinen" kam es dabei zum politischen Skandal: Edmund Stoiber weigerte sich damals, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

Das Rhythmusteam besteht aus Timo Warnecke aus Hannover (Schlagzeug) und Andreas Henze aus Berlin (Kontrabass), beide sind in verschiedenen Formationen und CD-Produktionen zu hören und spielten auf Festivals in Deutschland und im Ausland.

Das Sextett spielt zeitgenössischen europäischen Jazz - ohne die Tugenden des amerikanischen Modern Jazz und dessen Fundament in den klassischen Stilen der 1950er und 1960er Jahren zu vernachlässigen. Abseits vom aktuellen Mainstream-Einerlei verbindet die Truppe ihr Repertoire aus originellen eigenen Kompositionen und die Professionalität aller sechs Musiker als Solisten und im Zusammenspiel zu einer originellen eigenen Ausdrucksweise und Handschrift.

Karten gibt es an der Abendkasse, Reservierungen: E-Mail an info@jazzig.de. FOTO: PM

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