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Hochgelobte Nachwuchsautorinnen: Ronya Othmann (l.) und Helene Bukowski.

Helene Bukowski und Ronya Othmann lesen

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Gießen (pm). Am Donnerstag, 18. Juli, um 19.30 Uhr sind die jungen Autorinnen Helene Bukowski und Ronya Othmann zu Gast im Literarischen Zentrum Gießen. Die Veranstaltung findet in der Galerie23 (Seltersweg 55) statt. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro und ist für LZG-Mitglieder frei. Karten kann man in der Touristinformation kaufen.

In Bukowskis Debütroman "Milchzähne" lebt die Protagonistin Skalde in einem Dorf abgeschieden von der Außenwelt. Um ihre Gemeinschaft nicht zu gefährden, haben die Bewohner alle Brücken gesprengt. Es ist die Angst vor der Fremde, die die Dorfbewohner im gläsernen Gefängnis hält. Als Skalde ein fremdes Kind findet, gerät ihre Welt gänzlich ins Wanken. Sie beschließt, es zu sich zu nehmen und bringt somit ihr eigenes Leben und das des Kindes in Gefahr.

"Die Sprachlosigkeit liegt noch unter der Sprache, selbst wenn ein Text da ist", schreibt Othmann in ihrem Text "Vierundsiebzig", den sie in diesem Jahr bei den 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt vorgetragen hat. Ihr Text handelt vom Genozid an den Jesiden durch den IS im August 2014. Immer wieder bringt Othmann zum Ausdruck, dass das, was sie sieht und was geschieht, nicht beschrieben werden kann. Ebendies macht das Geschriebene so eindrücklich.

Helene Bukowski, 1993 in Berlin geboren, studiert Literarisches Schreiben und Lektorieren in Hildesheim. Sie ist Mitherausgeberin der "Bella triste" und Co-Autorin des Dokumentarfilms "Zehn Wochen Sommer", der 2015 den Grimme Sonderpreis Kultur erhielt. Die gleichaltrige Ronya Othmann aus München studiert Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie schreibt unter anderem für den "Spiegel", die "taz" und ist Preisträgerin des MDR-Literaturpreises sowie des diesjährigen BKS-Bank-Preises. (Fotos: pm)

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