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Heidt-Sommer für »Housing-First«

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Gießen (pm). »Wege aus der Obdachlosigkeit sind sehr mühsam und für Menschen mit Defiziten, seelischen oder körperlichen Einschränkungen, auch mit Unterstützung kaum zu bewältigen. Wer keine Arbeit nachweisen kann, bekommt keinen Mietvertrag, wer keinen Wohnsitz nachweisen kann, bekommt keinen Arbeitsvertrag«, sagt Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer.

Diesen Teufelskreis durchbreche der »Housing-First«-Ansatz in der Obdachlosenhilfe, der in Gießen von der Diakonie in Kooperation mit Stadt, Landkreis und Wohnbau umgesetzt wird.

Finanziert wird das Projekt der Gießener Diakonie durch Gelder des »Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen« (EHAP). Problematisch sei, dass die Fördergelder begrenzte Laufzeiten haben und regelmäßig neu beantragt werden müssen, betont Heidt-Sommer: »Ob die Gelder rechtzeitig bewilligt werden und für welchen Zeitraum, lässt sich nie sicher sagen. Dies gefährdet das Projekt und damit die Menschen, die über Housing-First zu einer Wohnung gekommen sind, aber auch die Mitarbeitenden des Projekts.«

Heidt-Sommer verweist auf Nordrhein-Westfalen, wo sich das Land an den Housing-First-Projekten beteiligt habe. »Es kann nicht sein, dass in Gießen ein so erfolgreiches Projekt wie Housing-First regelmäßig um die Anschlussfinanzierung bangen muss!« Das Land Hessen müsse sich seiner Verantwortung stellen, betont die Abgeordnete.

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