Amen-Festival

Heftige Kritik an Amen-Festival Gießen: Nun reagieren die Verantwortlichen

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Nach dem Amen-Festival in den Hessenhallen äußern Besucher heftige Kritik. Der Veranstalter reagiert.

Die Kritiken sind zum Teil vernichtend. "Das war ein katastrophaler Abend", sagt ein Besucher des Amen-Festivals, das am Samstag in den Hessenhallen stattgefunden hat. Er berichtet von mehr als zweistündigen Wartezeiten am Einlass und von einem Gedränge in der Halle, wie er es noch nie erlebt habe. "Organisation und Security waren eine Katastrophe." In Augenzeugenberichten ist von mehr als zwei Stunden Wartezeit in der Kälte die Rede. Die Schlange zog sich teilweise vom Halleneingang bis zur mehrere hundert Meter entfernten SpeicherBoxx. Zwischenzeitlich habe es außerdem einen zweistündigen Einlassstopp gegeben, in den Hallen sei kein Durchkommen, an Getränke oder Toilettengang nicht zu denken gewesen. "Man konnte sich einfach nicht bewegen."

Veranstalter Christian Minke räumt auf Anfrage dieser Zeitung ein: "Es war auf jeden Fall sehr voll, aber wir haben uns an die von der Stadt genehmigte Besucherzahl gehalten." 2700 Tickets habe man verkauft, dass nicht doch mehr Menschen in den Hallen waren, bestätigt auch Pascal Watermann, bei der Messe Gießen zuständig für Gastveranstaltungen. Er war als Vertreter des Vermieters am Samstagabend anwesend. Laut Watermann wurde in Absprache mit dem Ordnungsamt und der Feuerwehr während der Veranstaltung nachgebessert, Notausgänge geöffnet, um andere Zuwege zu schaffen und einige Trennwände verschoben.

Veranstalter: Keine Gäste in Gefahr

Auf die Kritik in den sozialen Medien hat der Veranstalter noch am Sonntag reagiert. "Uns ist aufgefallen, dass wir einige Stellschrauben nachjustieren müssen, um den Ansprüchen unserer Gäste gerecht zu werden und um ein solches Besucheraufkommen adäquat zu steuern", heißt es dort. Gegenüber dieser Zeitung stellte Minke heraus, dass in der Planung "keine Fehler" gemacht worden seien und dass die Veranstaltung nie außer Kontrolle geraten sei, dennoch plane man für das kommende Jahr mit einem weiteren Eingang, einer zusätzlichen Halle, Garderobenschränken und mehr Personal am Einlass. "Wir müssen zudem an der Kommunikation im Vorfeld arbeiten und die Wegeführung verbessern", sagte Minke. Er bestätigte zudem, dass zu keiner Zeit Besucher in Gefahr gewesen seien und es auch keine Verletzten gegeben habe.

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