Ein Haus für zwei "Leuchttürme"

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Die Justus-Liebig-Universität schärft ihr Profil als international anerkannter Standort in der medizinischen Forschung weiter. Ein Mosaikstein ist der Neubau für die Lungen- und Infektionsforschung – das Center for Infection and Genomics of the Lung (CIGL) –, das derzeit im Aulweg entsteht. An Dienstag wurde dort Richtfest gefeiert. Das zweistöckige Gebäude soll Ende 2019 bezogen werden und wird die beiden Forschungszweige, die seit Jahren auf vielen Gebieten eng und erfolgreich zusammenarbeiten, unter einem Dach hochmoderne Arbeitsplätze bieten.

Die Justus-Liebig-Universität schärft ihr Profil als international anerkannter Standort in der medizinischen Forschung weiter. Ein Mosaikstein ist der Neubau für die Lungen- und Infektionsforschung – das Center for Infection and Genomics of the Lung (CIGL) –, das derzeit im Aulweg entsteht. An Dienstag wurde dort Richtfest gefeiert. Das zweistöckige Gebäude soll Ende 2019 bezogen werden und wird die beiden Forschungszweige, die seit Jahren auf vielen Gebieten eng und erfolgreich zusammenarbeiten, unter einem Dach hochmoderne Arbeitsplätze bieten.

Der 1800 Quadratmeter große Neubau wird auch die Zentralstelle der nationalen Lungen-Biobank und des nationalen Referenzzentrums für die Genomik von pulmonalen Infektionen aufnehmen, samt Aufbereitungs-, Robotier- und Lagerungseinrichtungen für Gewebe und Zellen. Erstmals in Deutschland soll darüber hinaus eine Gewebe-Biobank mit einer mikrobiellen Biobank verbunden werden. Die Gesamtkosten von rund 25 Millionen Euro teilen sich im Wesentlichen Bund und Land. Ungewöhnlich hoch ist mit 6,4 Millionen Euro der Anteil der Gerätekosten, was die Forschungsorientierung unterstreicht.

Rund 100 Menschen werden dort einmal arbeiten. Beteiligt sind fünf Professuren, darunter die Gießener Lungenforscher Werner Seeger und Friedrich Grimminger. Beim Richtfest hoben Redner die europa-, ja weltweite Bedeutung der neuen Einrichtung hervor, so die beiden hessischen Staatssekretäre Martin Worms (Finanzen) und Patrick Burkhardt (Wissenschaft). JLU-Präsident Joybrato Mukherjee richtete seinen Blick schon auf die "Exzellenzstrategie", bei der die Justus-Liebig-Universität unter anderem (mit Partnern) mit einem Herz-Lungen-Cluster ins Rennen geht. Von dem CIGL verspreche sich die Hochschule "Rückenwind" für die Exzelleninitiative, sagte Mukherjee.

Das Forschungsprogramm erläuterten Seeger – er ist auch Vorstandsvorsitzender und Sprecher des Deutschen Zentrums für Lungenforschung, das ebenfalls in Gießen seinen Sitz hat – und Grimminger, der unter anderem dem Vorstand des Loewe-Zentrums Universities of Gießen and Marburg Lung Centre (UGMLC) angehört. Grußworte sprachen auch Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich als Vertreterin der Stadt und die Professoren Wolfgang Weidner als Dekan des Fachbereichs Medizin und Trinad Chakraborty als Standortsprecher des Deutschen Zentrums für Lungenforschung. Ein Grußwort steuerte zudem Thomas Platte als Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien bei.

Räumlich entsteht das CIGL in unmittelbarer Nachbarschaft zum Forschungsbau des Excellenceclusters Herz-Lungen ECCPS, auf der anderen Straßenseite befindet sich das Biomedizische Forschungszentrum Seltersberg.

Das Grundstück an der Ecke Aulweg/Schubertstraße war früher unbebaut und gehörte zum Park des Uniklinikums. Mit der Privatisierung des Hauses war es in Erbbaurecht an den neuen Eigentümer gefallen. Für den jetzt entstehenden Neubau erwarb es die Universität zurück.

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