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J. Grußdorf

Grußdorf wird Parlamentschef

  • Christoph Hoffmann
    VonChristoph Hoffmann
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Gießen (pm/chh). Die Gießener Grünen haben nach dem deutlichen Wahlsieg erste Weichen für die kommende Legislaturperdiode gestellt. Bei ihrer konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend haben die Mitglieder einstimmig Jo-achim Grußdorf als künftigen Stadtverordnetenvorsteher nominiert. »Joachim Grußdorf wird sich in den nächsten Wochen den anderen Fraktionen vorstellen.

Wir hoffen auf breite Zustimmung, da er alle Kenntnisse und Erfahrungen mit sich bringt, dieses Amt kompetent und sachlich auszufüllen«, teilte der bisherige Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Grothe mit. Grothes Posten hingegen wird künftig Alexander Wright einnehmen, der von den Mitgliedern ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Wenn es nach den Grünen geht, wird Wright aber nicht allzu lange Fraktionsvorsitzender bleiben. Schließlich ist er der grüne Spitzenkandidat für die Oberbürgermeisterwahl, die im Spätsommer über die Bühne gehen soll.

Wright ist 34 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn. Er ist seit 2006 kommunalpolitisch tätig und hat sowohl im Kreistag als auch im Stadtparlament Erfahrung gesammelt. Nach dem Studium der Elektrotechnik und dem Master in Systems-Engineering hat er zunächst in der Industrie gearbeitet und sich 2018 für den Schuldienst entschieden. Er arbeitet als Studienrat an einer beruflichen Schule in Wetzlar.

Grußdorf hingegen ist 69 Jahre alt, verheiratet, Vater und Großvater, und seit 2011 in der Gießenener Kommunalpolitik aktiv. Er ist gelernter Förderschullehrer und war vor seinem Ruhestand in der Lehreraus- und -weiterbildung tätig.

Neben der »großen Freude über das hervorragende Wahlergebnis«, wie Grothe es formuliert, wurde bei der konstituierenden Sitzung auch über die Verantwortung diskutiert, als stärkste Fraktion künftig die Geschicke der Stadt mitzubestimmen. »Dabei sieht sich die grüne Fraktion hervorragend aufgestellt, da sie über eine große Bandbreite an Erfahrung und Engagement verfügt«, sagt Grothe und verweist auf die Tatsache, dass die Grünen mit dem 18-jährigen Schüler Stergios Svolos nicht nur den jüngsten Abgeordneten in ihren Reihen haben, sondern mit Edith Nürnberger auch die älteste. Nürnberger, die unter anderem als Patientenfürsprecherin am Uniklinikum tätig ist, wird daher auch als Alterspräsidentin die erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung leiten.

Bereits am Montag geht die Weichenstellung weiter. Dann steht die Stadtmitgliederversammlung an, auf der auch eine Delegation für die Sondierungsgespräche gewählt werden könnte. Bis auf die AfD sollen alle Fraktionen zu Gesprächen eingeladen werden.

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