Grüne siegen bei Wahlen zum Studentenparlament

  • Stephan Sippel
    vonStephan Sippel
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Gießen (si). Bei den soeben beendeten Wahlen zum Studierendenparlament der Justus-Liebig-Universität haben die Jusos nach vielen Jahren ihre Mehrheit verloren. Mit einem Stimmenanteil von 29 Prozent (minus 3,5 Punkte) belegten sie den zweiten Platz, hinter Uni-Grün, dem diesjährigen Wahlsieger. Diese Liste erhielt 39,9 Prozent der abgegeben Stimmen, im neuen Parlament bringt das 13 der 33 Sitze, die Jusos kommen auf neun Mandate. Mit großem Abstand folgen dieLinke.SDS (12,2 nach 7,4 Prozent, vier Sitze), RCDS (8,6 nach 11,6, drei Sitze), Liberale Hochschulgruppe (5,7 nach 6,9, zwei Sitze) sowie die neue Gießener Union für Toleranz (5 Prozent, zwei Sitze). Die Wahlbeteiligung lag bei 27 Prozent, leicht höher als im letzten Jahr.

Auch wenn die Verhandlungen über den neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) noch nicht begonnen haben, ist jetzt schon klar: Die verfasste Studentenschaft an der Justus-Liebig-Universität bleibt hochschulpolitisch rot-grün bzw. jetzt grün-rot ausgerichtet.

Das Stupa ist unter anderem zuständige für grundsätzliche Angelegenheiten der Studentenschaft, es verabschiedet auch einen eigenen Haushalt. Er umfasst derzeit rund zehn Millionen Euro, die Beiträge für das Semesterticket eingeschlossen. Das Geld dafür stammt ausschließlich von den Studenten, sie zahlen es bei ihrer Rückmeldung ins neue Semester.

Neue Universität im Senat vorn

Wahlen gab es auch zum Senat, dem Hochschulparlament, in dem alle Gruppen vertreten sind. Bei den Professoren, die allein neun Sitze und damit immer die Mehrheit bei den zu vergebenen Sitzen haben, kam die Neue Universität auf vier Mandate, die Vereinigten Professoren auf drei und die Lebendige Universität auf zwei. Bei den Studenten erhalten UniGrün, Jusos und dielinke.SDS je einen Sitz (RCDS/LHG gehen leer aus), bei den administrativ-technischen Mitgliedern fällt je ein Sitz an die Unabhängige Liste sowie an Verdi, bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern liegt die Pragmatische Mitte mit zwei Sitzen vor der Innovativen Mitte (ein Sitz).

Die Wahlbeteiligung reichte von knapp 27 Prozent bei den Studenten bis fast 82 Prozent bei den Professoren (Mitarbeiter rund 35 Prozent).

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