Großer Schritt zum sicheren Schulweg

  • Armin Pfannmüller
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Eigentlich ist die Situation gar nicht so gravierend. Von den 350 Kindern der Grundschule Gießen-West kommen mehr als die Hälfte zu Fuß zur Schule, viele fahren mit Rad oder Roller. Nur etwa ein Viertel der Schüler wird mit dem Auto zur Ganztagsschule in der Weststadt gebracht. "Immer noch zu viele", findet Anke Judt angesichts der schwierigen Verkehrsverhältnisse rund um die Schule an der Paul-Schneider-Straße. Die kommissarische Schulleiterin steht mit ihrer Meinung nicht allein da. Die Schulleiterin stellte am Freitag gemeinsam mit Stadträtin Astrid Eibelshäuser, Martina Bodenmüller vom Projektteam und Dr. Anna Hoffmann (Koordinatorin Soziale Stadterneuerung) im Rahmen eines Aktionstages an der Schule das im Juli 2018 begonnene Projekt "Schulwegemanagement" vor.

Eigentlich ist die Situation gar nicht so gravierend. Von den 350 Kindern der Grundschule Gießen-West kommen mehr als die Hälfte zu Fuß zur Schule, viele fahren mit Rad oder Roller. Nur etwa ein Viertel der Schüler wird mit dem Auto zur Ganztagsschule in der Weststadt gebracht. "Immer noch zu viele", findet Anke Judt angesichts der schwierigen Verkehrsverhältnisse rund um die Schule an der Paul-Schneider-Straße. Die kommissarische Schulleiterin steht mit ihrer Meinung nicht allein da. Die Schulleiterin stellte am Freitag gemeinsam mit Stadträtin Astrid Eibelshäuser, Martina Bodenmüller vom Projektteam und Dr. Anna Hoffmann (Koordinatorin Soziale Stadterneuerung) im Rahmen eines Aktionstages an der Schule das im Juli 2018 begonnene Projekt "Schulwegemanagement" vor.

Außer vielen Plänen und Anregungen gibt es bereits eine konkrete Maßnahme zum Thema sicherer Schulweg, deren Umsetzung für den Sommer vorgesehen ist. Auf einem Wohnbau-Parkplatz an der Ecke Krofdorfer-/Pater-Delp-Straße soll im Sommer der erste Hol- und Bringpunkt eingereichtet werden, mit dem Ziel, die Situation direkt vor der Schule zu entschärfen. "Die Kinder haben von dort aus noch knapp 600 Meter Schulweg", sagte die Schuldezernentin. Eibelshäuser unterstrich, dass vor der Schule zu bestimmten Zeiten infolge des Hol- und Bringverkehrs ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht. Durch die aktuellen Arbeiten an der Schule werde sich die Situation weiter verdichten. Die Verkehrssituation könne entlastet werden, wenn die Grundschüler gemeinsam mit Freunden zur Schule laufen und den Weg dorthin "als Abenteuer sehen". Es bringe jedoch nichts, solche Dinge von oben zu verordnen. "Die Kinder müssen es wollen." Und Eltern müssten überzeugt werden. Deshalb gab es in den vergangenen Monaten im Rahmen der vom Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt Nördliche Weststadt" geförderten Projektarbeit Treffen mit städtischen Fachämtern und der Polizei, bei denen es auch um die Verbesserung der Sicherheit auf dem Schulweg ging. Zu den Elternwünschen gehören beispielsweise mehr Zebrastreifen, Fußgängerampeln, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h in bestimmten Bereichen oder die Aufstellung stationärer Blitzer.

Zum Aktionstag der Grundschule gehörten unter anderem das Erstellen von Transparenten für Bus- und Autofahrer, eine Malaktion, eine Erste-Hilfe-Kurs für Kinder, Fahrrad- und Ranzen-Check sowie die Verteilung von Reflektoren an alle Schüler.

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