Trotz erhöhter Kapazität entstehen immer wieder Warteschlangen vor dem Freibad Ringallee. Manche, die aufs Schwimmvergnügen hofften, werden wieder nach Hause geschickt. FOTO: SCHEPP
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Trotz erhöhter Kapazität entstehen immer wieder Warteschlangen vor dem Freibad Ringallee. Manche, die aufs Schwimmvergnügen hofften, werden wieder nach Hause geschickt. FOTO: SCHEPP

Hitze-Härtetest

Große Engpässe im Freibad Ringallee in Gießen

  • Karen Werner
    vonKaren Werner
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Die Hitze ist ein Härtetest - auch für das Gießener Freibad unter Corona-Bedingungen. Etliche Schwimmfans werden abgewiesen, vor allem Studierende.

Zum ersten Mal in diesem Sommer will die junge Frau ins Freibad. "Ich hoffe, ich komme rein", sagt sie und dreht ihren Studierendenausweis in der Hand. Der gewährt ihr eigentlich freien Eintritt an der Ringallee. In der ersten kleinen Hitzeperiode des Corona-Sommers allerdings müssen gerade Studierende mitunter am Tor wieder umkehren: In den letzten Tagen war das Freibad mehrfach ausgebucht, obwohl jetzt mehr Menschen aufs Gelände dürfen.

"Wir haben seit einer Woche die maximal mögliche Tagesbesucherzahl auf 750 Personen angepasst", berichtet Stadtwerke-Sprecherin Ina Weller auf GAZ-Anfrage. Auch das Babybecken ist in Betrieb. Möglich wird das durch die Aufstockung der gleichzeitig anwesenden Wasseraufsichten.

Bei den Einzel-E-Tickets habe es Engpässe bisher nur in manchen "Zeitfenstern" am Nachmittag gegeben, so Weller. Das heißt: Wer im Internet vorbucht, kann zwar am Wunschtag ins Freibad - allerdings vielleicht nur am Morgen oder Abend. Keinen Einlass reservieren können Inhaber von Dauerkarten, und dazu zählen auch die 40 000 Studierenden mit Semesterticket. Für sie wird ein Kontingent von mindestens 20 Prozent freigehalten. Etliche mussten in den letzten Tagen bei großem Andrang wieder umkehren, erzählt der Sicherheitsmann am Tor. "Dafür haben nicht alle Verständnis."

Die von einem privaten Sicherheitsdienst betreute Vorab-Schleuse soll Warteschlangen am Kassenhäuschen verhindern. Die entstehen nun eben ein Stück weiter oben; etwa weil Dauerkartenbesitzer vor Einlass ihre Adresse aufschreiben müssen.

Die leisen Hoffnungen auf eine Öffnung der Stadtteilbäder in Kleinlinden und Lützellinden scheinen indes zu schwinden. "Leider", so Weller: "Wir können das personell nicht stemmen und wollen uns erstmal auf einen Betrieb des Freibades in der Ringallee konzentrieren, damit dieser unbedenklich laufen kann."

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