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Gravierende Veränderung in der Innenstadt

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Von: Oliver Schepp

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Begegnungsverkehr wird es ab Ende November an der Ecke Bahnhofstraße/Neustadt nicht mehr geben. Beide Straßen werden zu Einbahnstraßen.
Begegnungsverkehr wird es ab Ende November an der Ecke Bahnhofstraße/Neustadt nicht mehr geben. Beide Straßen werden zu Einbahnstraßen. © Schepp

Nach der Baumaßnahmen in der Neustadt will Bürgermeister Peter Neidel dort einen Verkehrsversuch starten. Für zwei Straßen wird eine Einbahnstraßenregelung gelten.

Verkehrsdezernent Peter Neidel nutzt die Gunst der Stunde. Im Anschluss an die umfangreiche Straßensanierung, die noch bis Ende November in der Neustadt läuft und derzeit für umfangreiche Straßensperrungen sorgt, will der CDU-Bürgermeister die Neustadt und die untere Bahnhofstraße bis zur Kreuzung Reichensand/Schanzenstraße im Rahmen eines sogenannten Verkehrsversuchs zu Einbahnstraßen machen. Vom Anlagenring kommend können Autofahrer dann an der Galerie Neustädter Tor nicht mehr in die Neustadt einbiegen. Wer das Gebiet zwischen Neustadt, Bahnhof- und Schanzenstraße ansteuern möchte, muss in Zukunft die Einfahrt über den Reichensand nutzen. Busse und Radfahrer sind von dieser Regelung ausgenommen. Weiterhin nutzbar ist die dreispurige Ausfahrt an der Galerie - vom Marktplatz kommend.

Keine Anliegerbeschwerden

»Die Autofahrer sind durch die derzeitige Baustelle daran gewöhnt, dass die Neustadt nicht oder nur eingeschränkt befahren werden kann. Bei uns sind von Anwohnern und Anliegern dazu keine Beschwerden eingegangen, daher habe ich mich dazu entschlossen, diesen Verkehrsversuch zu starten«, sagt Neidel. Die geänderte Verkehrsführung werde zunächst zwischen sechs und zwölf Monate lang beobachtet und könne danach in eine dauerhafte Lösung übergehen.

Positive Aspekte der neuen Verkehrsregelung dürften sein, dass der Park-Such-Verkehr in Neustadt und Bahnhofstraße eingeschränkt wird. Davon dürfte vor allen Dingen der Busverkehr profitieren. Zudem dürfte die oft unübersichtliche Situation vor dem Haupteingangsbereich der Galerie ein wenig entschärft werden.

Schlag gegen Autoposer

Neidel erhofft sich zudem, mit dem Verkehrsversuch auch die Gießener Poserszene empfindlich zu treffen, die genau diese Straßenabschnitte - unter anderem trotz Tempo 20 in der Neustadt - mit Vorliebe zum »Schaulaufen« nutzt, die untere Bahnhofstraße auf und ab fährt und die Motoren laut aufheulen lässt.

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