OB Grabe-Bolz lehnt "Heimatumlage" ab

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Gießen (mac). Das Land Hessen will 2020 eine "Heimatumlage" einführen - und insgesamt etwa 300 Millionen Euro Gewerbesteuer der Kommunen einziehen (Seite 38). Für Gießen bedeutet das, dass der Stadt in Zukunft Jahr für Jahr 2,9 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen würden, zumindest wenn man die Zahlen aus der Finanzplanung für das Jahr 2020 zugrundelegt. "Ich lehne diese Heimatumlage ganz klar ab", sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz am Donnerstag auf Anfrage der GAZ. "Es handelt sich hier originär um städtisches Geld, das uns zusteht, aber in Zukunft vom Land sozusagen gönnerhaft verteilt werden soll. Wir saßen am Mittwoch mit dem Präsidium des Städtetags zusammen und waren uns parteiübergreifend einig, dass wir das ablehnen", sagte die OB. Der Leiter der städtischen Kämmerei, Dirk During, erklärte, dass das Land zwar argumentiere, dass das Geld den Kommunen wieder zur Verfügung stehen würde, der Knackpunkt aber sei, dass die Umverteilung des Gelds nach Schwerpunkten des Landes erfolgen werde und nicht mehr in Gießen entschieden werden könne, wie das eigene Geld eingesetzt werden soll.

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