175 000 Euro vom Bund

Goebbels "Surrogate Cities" soll in Osthalle erklingen

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Gießen (pm). Das Stadttheater bekommt vom Bund eine zweckgebundene Förderung in Höhe von 175 000 Euro zur Realisierung eines Education-Projekts. Eingereicht wurde ein partizipatives Stadt-Projekt, das "Surrogate Cities" von Heiner Goebbels mit dem Philharmonischen Orchester Gießen szenisch zur Aufführung bringt.

Gießen (pm). Das Stadttheater bekommt vom Bund eine zweckgebundene Förderung in Höhe von 175 000 Euro zur Realisierung eines Education-Projekts. Eingereicht wurde ein partizipatives Stadt-Projekt, das "Surrogate Cities" von Heiner Goebbels mit dem Philharmonischen Orchester Gießen szenisch zur Aufführung bringt.

Während der Spielzeitpause hatte das Stadttheater einen Antrag im Rahmen des Programms "Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland" der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gestellt. Kapellmeister Martin Spahr hat "Surrogate Cities" als partizipativ-performatives Orchester-Outreach-Projekt vorgeschlagen. "Mich überzeugte die Idee sofort", so Intendantin Cathérine Miville, "da das Projekt verschiedene zentrale Ziele unseres Orchesters und des Theaters insgesamt befördern kann: Die Einbindung immer breiterer Bevölkerungsschichten und der stete Dialog mit unterschiedlichsten Gruppierungen der Stadtbevölkerung zu zeit- und kulturpolitischen Fragen des Zusammenlebens ist fester Bestandteil unseres Programms."

Stadtlärm wird Musik

Aufgeführt wird die Orchestersuite "Surrogate Cities", die vielleicht wichtigste Komposition im Œuvre von Heiner Goebbels. Das vielschichtige Werk des früherern JLU-Professors spürt Tönen, Klängen und dem Lärm von Städten musikalisch nach. Goebbels gab der Intendantin seine Zustimmung unter der Voraussetzung, konzeptionell in die Umsetzung eingebunden zu sein. Wie schon bei Produktionen von "Surrogates Cities" der Berliner Philharmoniker und der Ruhrtriennale, plant das Stadttheater ein partizipativ-performatives Orchester-Outreach-Projekt. Passend zum Spielzeitmotto "Theater trifft Stadt" ist als Aufführungsort die Sporthalle Ost angedacht. Ein musikalisches Ereignis dieser Größe hat da bisher noch nicht stattgefunden. Mit der Aufführung wird auch für ungeübte Konzertbesucher die Sogwirkung beim Zusammenspiel von Orchestermusik und elektronischen Klängen erlebbar und ermöglicht so auch einen besonders niederschwelligen Einstieg in die E-Kultur.

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