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Seit 2004 gibt es den Bären-Treff am Kreuzplatz.

Süßigkeiten

Keine Gummibären mehr am Gießener Kugelbrunnen

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In der Fußgängerzone schließt nach 20 Jahren der "Bären-Treff". Hier erklärt der Betreiber die Gründe.

Eigentlich wollten Dieter Bockard und seine Frau Rosemarie den "Bären-Treff" am Kugelbrunnen erst zum 31. Juli schließen. "Es wird jetzt wahrscheinlich ein bisschen früher, denn schon heute ist kaum noch Ware da", sagt Dieter Bockard. Dafür stünde die Ladeneinrichtung zum Verkauf. Regale, Rollwagen und sogar die Kasse.

Nach über 20 Jahren steht das Ende des Gummibärenladens unmittelbar bevor. Aus Altersgründen. Der Mietvertrag laufe aus, eine Verlängerung über weitere fünf Jahre habe sich das Ehepaar im Rentenalter nicht mehr zumuten wollen. "Einen Nachfolger haben wir leider nicht gefunden, obwohl wir länger als ein halbes Jahr gesucht haben und auch der Hausbesitzer gerne weiter an den Bären-Treff vermietet hätte", erzählt Dieter Bockard.

"Bären-Treff": Geschäft wurde schnell zu klein

Im April 1999 hatten er und seine Frau den ersten "Bären-Treff" im Teufelslustgärtchen eröffnet. "Am Anfang habe ich schon etwas verunsichert ausgerechnet, wie viele Kunden pro Tag etwas bei uns kaufen müssen, damit wir über die Runden kommen", sagt Dieter Bockard. Doch schnell wurde klar, dass der Laden ankam. Das Geschäft wurde schnell zu klein, nach fünf Jahren folgte der Umzug. Seit 2004 ist der "Bären-Treff", in dem die Kunden Gummibärchen aller Art, Lakritze und kleine Geschenke finden konnten, am Kreuzplatz ansässig. "Mir tut es unglaublich leid für unsere Kunden, dass sie jetzt wieder im Supermarkt Gummibären kaufen müssen. Es sind viele sehr nette Menschen dabei. Den Kontakt und die tolle Atmosphäre im Laden werden mir fehlen", sagt Dieter Bockard.

Woche für Woche sind am Kreuzplatz rund 400 Kilogramm Gummibärchen angekommen. "Angefangen haben wir mit 80 Sorten, jetzt sind es 125, allein 15 verschiedene Lakritze und die Saisonware kommt noch dazu", sagt der "Herr der Gummibären". Ausgefallene Geschmacksrichtungen wie Gin Tonic oder Erdbeer Daiquiri, aber auch Klassiker wie Waldmeister. Auch vegane Varianten seien zuletzt immer mehr geworden. "Die Spiegeleier gingen an Ostern wie verrückt, die Glühweinsternchen an Weihnachten. Nach denen haben die ersten Kunden immer schon im August gefragt", erinnert sich Dieter Bockard. Er wird es vermissen.

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