"Gießener Sterbestudie" zu Tod und Sterben

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Gießen(pm). Der Gießener Versorgungsforscher Wolfgang George untersucht in einer neuen Studie den Umgang der Gesellschaft mit Tod und Sterben. "Durch die Verlagerung des Sterbens in die Krankenhäuser und Pflegeheime scheine ein Großteil der Menschen die eigene Endlichkeit "ein Leben lang verleugnen zu können", sagte George einer Mitteilung der TransMit-Gesellschaft für Technologietransfer zufolge am Dienstag in Gießen.

Vorausschauende Planung etwa durch Patientenverfügungen sei nach wie vor die Ausnahme. Über das Sterben werde sich selbst in der Familie, zwischen den Partnern und Freunden kaum ausgetauscht. Die Überforderung bei diesem Thema zeige sich auch aktuell in der Corona-Pandemie.

Die neue "Gießener Sterbestudie" trägt den Titel "Eigene Endlichkeit und Sterben". Die Umfrage zur Studie richtet sich an alle Interessierten. In dem Online-Fragebogen wird beispielsweise nach dem Tod naher Verwandter, nach beruflichen Bezügen zum Thema, nach lebensbedrohlichen Situationen, dem Wunsch nach Unsterblichkeit oder Bestattungsformen gefragt.

George hat in den vergangenen Jahren bereits in mehreren Gießener Sterbestudien die Sterbesituation in deutschen Krankenhäusern, Hospizen und Pflegeheimen untersucht. Die neue empirische Studie wird im Rahmen eines Projekts durch den Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert.

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