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Seit Mitte April wird das Dach der Sport- und Kulturhalle in Allendorf saniert.

Verein geschockt

Gießener Stadtteil Allendorf: Starke Regenfälle behindern Dachsanierung

  • Kays Al-Khanak
    VonKays Al-Khanak
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Die Sporthalle in Gießen-Allendorf ist längere Zeit nicht nutzbar. Nun hat der TSV-Vorsitzende einen Hilferuf ausgesandt. Der Verein sucht nach Ausweichmöglichkeiten.

Gießen-Allendorf – Nach sieben Monaten im Lockdown hatten sich die Verantwortlichen des TSV Allendorf darauf gefreut, bei sinkender Inzidenz bald wieder auch in der örtlichen Sport- und Kulturhalle trainieren zu können. Daraus wird vorerst nichts: Die seit April laufende Dachsanierung wird wegen der anhaltenden starken Regenfälle länger dauern als geplant. »Das ist ein großer Schock«, sagt die Vorsitzende des TSV, Kerstin Lefèvre, »und hat uns die Schuhe ausgezogen.«

Das Dach der Halle in Allendorf ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Lefèvre sagt, die Reparaturarbeiten seien »absolut nötig«. Bereits mehrfach seien Geräte des Vereins wegen der Feuchtigkeit beschädigt worden. Dies bestätigt auch Sadullah Güleç, Geschäftsführer der Stadthallen GmbH. Die betreibt auch die Sport- und Kulturhalle in Allendorf. »Regelmäßige Wassereinbrüche sorgten in den zurückliegenden Jahren für häufige Reparatureinsätze, zudem waren einzelne Deckenelemente durchnässt und mussten provisorisch abgesichert werden«, sagt er. Mitte April begannen die Sanierungsarbeiten. Geplant war, zunächst das Dach zu sanieren. Während der Sommerferien sollten die Arbeiten an der Hallendecke in Angriff genommen werden; zu diesem Zeitpunkt hätte die Halle nicht genutzt werden können, sagt Güleç.

Gießen-Allendorf: „Sanierung ist unumgänglich“

Die starken Regenfälle während der laufenden Dacharbeiten hätten aber das Problem verschärft, »so dass wir die Deckensanierung frühzeitig angehen mussten, um weitere Schäden und vor allem Gefährdungen von Hallennutzern auszuschließen«, betont Güleç. Er könne Ärger und Enttäuschung über ausfallende Trainingsstunden verstehen, sagt er. »Aber die Sanierung ist unumgänglich.«

Kritik an der Stadthallen GmbH hört man aus Allendorf nicht. Im Gegenteil: Der Kontakt mit der Hallen-Betreiberin sei »lösungsorientiert«, sagt die Vereinsvorsitzende Lefèvre. Niemand könne etwas dafür, dass es ausgerechnet während der langersehnten Dachsanierung derart stark regnen würde. Klar ist aber auch: Die Lage für viele Vereine ist während des mehrmonatigen Lockdowns nicht einfacher geworden. Jetzt könnte es eigentlich wieder losgehen in Allendorf, und dann macht das Wetter den TSVlern einen Strich durch die Rechnung.

Gießen-Allendorf: Fertigstellung vor Sommerferien-Ende

Der Verein bietet bereits jetzt so viele Angebote wie möglich draußen an. »Ich bin stolz auf unsere Trainerinnen und Trainer, die engagiert kreative Wege gehen«, sagt Lefèvre. Sport unter freiem Himmel ist aber nicht für die Wettkampfturner möglich. Deren Geräte können nicht mal eben auf dem Parkplatz oder auf der grünen Wiese aufgestellt werden. Das Sportamt will nun klären, ob der TSV die Hallen in Lützellinden oder Kleinlinden nutzen kann. Außerdem hat der Verein beim Turngau Mittelhessen um Hilfe gebeten: »Wir brauchen Planungssicherheit und ein Dach über den Kopf«, sagt Lefèvre.

Wenn alles gut geht, sollen die Arbeiten vor dem Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Dann könnte das Unterrichts- und Kursangebot nach Ferienende wieder regulär aufgenommen werden. Der TSV hofft jedoch, dass es bereits vorher eine Lösung im Sinne des Vereins gibt. (khn)

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