Blick aus der Küche in den Saal der neuen Mensa. FOTO: MÖ
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Blick aus der Küche in den Saal der neuen Mensa. FOTO: MÖ

Neue Mensa

Gießener Schulkinder essen im Vier-Schicht-Betrieb

  • Burkhard Möller
    vonBurkhard Möller
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Die neue Mensa der Korczak-Schule spielt ihre Vorzüge in der Corona-Krise aus. Jetzt ist der 1,1 Millionen teure Bau offiziell eingeweiht worden.

Gießen(mö). Hier halten sich die Aerosole nicht lange in der Luft. Das liegt nicht nur an der modernen Belüftungsanlage der neuen Mensa der Korczak-Schule, sondern an den drei Eingängen, deren Türen am Dienstagmorgen offen stehen und einen kräftigen Durchzug erzeugen. Im Stuhlkreis haben Vertreter der Stadt, der Schule und der Schule@Gießen gGmbH Platz genommen, um den 1,1-Millionen-Euro-Bau endlich offiziell einzuweihen.

Denn in Betrieb ist die Mensa bereits seit März. Die geplante große Einweihungsfeier fiel damals und jetzt erneut Corona zum Opfer. Seine Vorzüge hat der multifunktionale und vom Hochbauamt in alleiniger Regie geplante Bau aus Stein, Holz und Glas gerade in der Corona-Krise unter Beweis gestellt. "Wir konnten hier Elternabende und Konferenzen auf Abstand durchführen. Das war sehr nützlich", berichtet Schulleiterin Julia Wicke mit Blick auf die 280 Quadratmeter große Nutzfläche. Mit Aufnahme des Schulbetriebs läuft die Mensa im Vier-Schicht-Betrieb, ohne Infektionsgefahr wären es drei Schichten.

Schulische Angebote über die Mittagszeit hinaus haben an der Korczak-Schule Tradition; bereits vor 20 Jahren gab es dort Mittagessen. Mittlerweile gehört ein flächendeckendes Ganztagsangebot wie selbstverständlich zur Gießener Schullandschaft. Die nächste neue Mensa werde der Magistrat an der Weißen Schule in Wieseck präsentieren, kündigt Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser an.

Die Ernährung spielt bei der Ganztagsbeschulung eine große Rolle, weiß Schulamtschefin Uta Hinkelbein: "Wenn das Mittagessen nicht schmeckt, ist der Tag gelaufen."

Dass es den 190 der 260 Schüler schmeckt, die in der Schule essen, dafür sorgen fünf Mitarbeiterinnen täglich drei Stunden lang in der Küche. Bezahlt werden sie von der Schule@Gießen gGmbH. Die Jobs in den Schulmensen seien vor allem bei Müttern als kleines Zuverdienst "sehr gefragt", berichtet Geschäftsführer Ralf Volgmann. Ganz fertig ist die Mensa im Herzen des Schulzentrums Ost noch nicht. Im kommenden Jahr soll auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert werden.

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