Sie moderieren die Kandidaten-Debatte auf dem Kirchenplatz: Burkhard Möller (l.) und Stephan Scholz.
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Sie moderieren die Kandidaten-Debatte auf dem Kirchenplatz: Burkhard Möller (l.) und Stephan Scholz.

Wahlkampf

Oberbürgermeisterwahl in Gießen: Die Kandidaten stehen auf dem Prüfstand

  • Burkhard Möller
    VonBurkhard Möller
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Gießen wählt bald einen neuen Oberbürgermeister. Die Tageszeitungen laden deshalb am Samstag, 11. September, zu einer Diskussion mit den fünf Kandidaten auf dem Kirchenplatz ein.

Gießen – Es ist mittlerweile schon eine gute Tradition, dass die beiden Gießener Tageszeitungen Gießener Allgemeine und Gießener Anzeiger im Vorfeld einer Oberbürgermeisterwahl zu einer gemeinsamen Veranstaltung einladen. 2009 war der Kirchenplatz der Schauplatz einer Kandidatendebatte, 2015 wurde im Biergarten der GRG an der Lahn diskutiert. Am kommenden Samstag, 11. September, laden die Zeitungen wieder an den Kirchenplatz ein. Ab elf Uhr werden dort die fünf Kandidaten von den beiden Redakteuren und Parlamentsberichterstattern Burkhard Möller (Gießener Allgemeine) und Stephan Scholz (Gießener Anzeiger) befragt. Im Laufe der auf zwei Stunden angesetzten Veranstaltung wird auch das Publikum in die Diskussion einbezogen.

Das sind die fünf Kandidaten, die Oberbürgermeister der größten Stadt in Mittelhessen werden wollen:

Alexander Wright : Der 34-jährige Studienrat und Berufsschullehrer geht für die Grünen ins Rennen und führt seit April die Fraktion der Grünen im Stadtparlament. Zuvor war er Mitglied im ehrenamtlichen Magistrat.

Frederik Bouffier: Der 30-jährige Rechtsanwalt sitzt seit 2016 für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung und ist Geschäftsführer der aktuellen Unions-Fraktion. Zudem ist er Vorsitzender der Jungen Union in Mittelhessen.

Frank-Tilo Becher: Der 57-jährige Landtagsabgeordnete kandidiert für die SPD und war zuvor evangelischer Dekan in Gießen und Gemeindepfarrer in der Nordstadt. Er ist Vorsitzender des SPD-Unterbezirks und sitzt im Kreistag.

Marco Rasch: Der 33-jährige Pohlheimer tritt für Die PARTEI an und sorgt für die satirische Einfärbung des Wahlkampfs. Der Kleinunternehmer ist Vorsitzender der PARTEI im Kreis Gießen und sitzt im Kreistag.

Thomas Dombrowski: Der Einzelbewerber aus Pohlheim ist der Überraschungskandidat. Der 47-jährige Einzelhandelskaufmann ist passives CDU-Mitglied und hat einmal für den Ortsbeirat Grüningen kandidiert.

Das sind die Themen, um die es in Gießen momentan geht:

  • Verkehr: Alle Parteien und ihre Kandidaten propagieren die Verkehrswende, aber bei der Frage, wie sie umgesetzt werden soll, gehen die Meinungen auseinander.
  • Klimaschutz: Bis 2035 soll Gießen eine Stadt werden, in der keine klimaschädlichen Treibhausgase ausgestoßen werden. Wie kann dieses Ziel erreicht werden, und ist es überhaupt realistisch?
  • Wohnen: Wie in fast allen Städten fehlt es auch in Gießen an bezahlbarem Wohnraum, die Preise für Mieten und Wohneigentum steigen immer weiter. Tut die Kommunalpolitik genug, dem Problem Herr zu werden?
  • Innenstadt: Die Einkaufsstadt Gießen wird sich in den nächsten Jahren verändern. Wie kann der OB diesen Prozess steuern, damit die City attraktiv und lebendig bleibt?

Oberbürgermeisterwahl in Gießen – Eine Amt mit Ausnahmestellung

Und um diese Position geht es am 26. September und in einer möglichen Stichwahl am 24. Oktober: Der Oberbürgermeister ist der wichtigste Politiker der Stadt und genießt gemäß Kommunalverfassung eine Ausnahmestellung. Er verteilt die Zuständigkeiten innerhalb der Stadtregierung, er kann eigene Anträge in den Magistrat und das Stadtparlament einbringen und Beschlüssen des Parlaments widersprechen. Die Direktwahl durch die Bürgerinnen und Bürger verleiht ihm eine Autorität über die Parteigrenzen hinweg.

Die Tageszeitungen bitten die Besucher darum, sich an die Infektionsschutzbestimmungen zu halten. Der Zugang zur Veranstaltung ist nicht eingeschränkt. Sitzmöglichkeiten werden zur Verfügung stehen.

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