Die Sportanlage am Kugelberg ist für die private Nutzung gesperrt.
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Die Sportanlage am Kugelberg ist für die private Nutzung gesperrt

Verwaltungsgericht

Gegen Corona-Einschränkungen: Jura-Student aus Gießen scheitert mit Eilantrag

  • Kays Al-Khanak
    vonKays Al-Khanak
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Das Verwaltungsgericht Gießen hat entscheiden, dass ein Jura-Student keinen Anspruch auf vollständige Nutzung von Sportplatz und Bibliothek hat.

Gießen - Die Corona-Pandemie verlangt von allen Menschen Einschränkungen ab. Ein Jura-Student im zweiten Semester jedoch wollte es nicht hinnehmen, dass er die Bibliothek nur eingeschränkt und die Sportanlagen der Justus-Liebig-Universität (JLU) nur gar nicht nutzen kann. Seinen Eilantrag hat die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Gießen jetzt abgelehnt.

Der Student wollte mit seinem Eilantrag erreichen, dass er den Sportplatz zum Laufen und die Bibliothek des juristischen Fachbereichs zum Arbeiten nutzen kann. Er hatte geltend gemacht, ihm werde das Studium »unverhältnismäßig erschwert«, weil er sich wegen des fehlenden Zugangs zu den universitären Einrichtungen weder intensiv mit anderen Studierenden austauschen könne, noch zum Ausgleich für sein Lernen Sport treiben könne.

Die Sportanlagen der JLU am Kugelberg waren zunächst wegen der Corona-Pandemie nur für den hochschuleigenen Lehr- und Prüfungsbetrieb zugänglich. Ab diesem Monat sind sie auch wieder vereinzelt für Angebote des allgemeinen Hochschulsports geöffnet. Für die private Nutzung ist der Sportplatz jedoch geschlossen.

Die Arbeitsplätze in der Bibliothek des juristischen Fachbereichs sind derzeit Examenskandidaten vorbehalten. Die übrigen Studierenden können dort jedoch Bücher ausleihen. Das Verwaltungsgericht hat in seinem Beschluss ausgeführt, dass die Beschränkung der Nutzungsmöglichkeiten der Einrichtungen, die auf dem Hygiene- und Maßnahmenkonzept der JLU zur Eindämmung der Corona Pandemie beruhen, den Antragsteller nicht in seinen Rechten verletzen. Die vom Studenten gewünschte Öffnung des Sportplatzes könnte wegen der Bekämpfung des Coronavirus nur unter sehr hohem organisatorischen Aufwand umgesetzt werden; dazu sei die Uni aber nicht verpflichtet. Die nur schrittweise erfolgende Öffnung für den allgemeinen Hochschulsport sei verhältnismäßig und hinzunehmen.

Eine Absage gab es auch an die Forderung des Studenten, die Fachbereichsbibliothek zu nutzen. Unter Wahrung der Abstandsregeln und zum Gesundheitsschutz gebe es nur eine beschränkte Anzahl von Plätzen. Dass die JLU diese Plätze vorrangig den Examenskandidaten zur Verfügung stelle, verletze den Studenten nicht in seinem Recht auf Gleichbehandlung, teilt das Gericht mit.

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