Auch die Erstsemester sollen die Hochschule nicht nur digital kennenlernen dürfen. Archivfoto: Sebastian Ringleb
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Auch die Erstsemester sollen die Hochschule nicht nur digital kennenlernen dürfen. Archivfoto: Sebastian Ringleb

Corona-Semester

Gießener Uni geht "mit gemischten Gefühlen" ins zweite Corona-Semester

  • Karen Werner
    vonKaren Werner
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Das neue Semester beginnt am 2. November. Dann sollen die Studenten auch wieder analog in die Uni gehen können. Doch die Verantwortlichen haben auch Sorgen.

Gießen(kw). Nach einem Corona-Sommer unter dem Motto "maximal digital" plant die Justus-Liebig-Universität für das am 2. November beginnende Wintersemester einen "verantwortungsvollen Mix aus Präsenz- und Digitallehre". Vor Ort stattfinden sollen nicht mehr nur Veranstaltungen wie Laborpraktika, bei denen das unabdingbar ist. Auch den Studienanfängern solle ein "echtes Kennenlernen" der Hochschule ermöglicht werden, heißt es in einem aktuellen Rundschreiben des Präsidiums an alle JLU-Angehörigen.

Die Unileitung blicke "mit gemischten Gefühlen" auf das "Hybridsemester". "Natürlich freuen wir uns darauf, dass unsere Studierenden zumindest für einen Teil der Lehrveranstaltungen auf den Campus zurückkehren werden." Andererseits zeigten die steigenden Infektionszahlen, dass der vorsichtige Umgang mit der Pandemie richtig gewesen sei.

Konzepte online einsehbar

Das Hessische Wissenschaftsministerium habe in dieser Woche zu Recht darauf hingewiesen, dass Hochschulen Orte der Begegnung und des gemeinsamen Lernens sind. Viele Studierende und Lehrende wollten wissen, was das konkret heißt. "Wir bitten um Verständnis dafür, dass es die eine Antwort für alle Studierenden in allen Studiengängen nicht geben kann." Die Fachbereiche hätten individuelle Konzepte ausgearbeitet, die ab Dienstag auf der Uni-Homepage stehen. Auf dieser Grundlage könnten die Studierenden planen, im welchem Maße sie im Wintersemester an der Universität präsent sein werden.

Für Erstsemester werde es in allen elf Fachbereichen Angebote mit persönlicher Begegnung vor Ort geben, zum Beispiel kleine Begrüßungsveranstaltungen oder Mentorenprogramme, die die Neuankömmlinge unterstützen, in Gießen anzukommen. Die Studieneinführungswochen ab 19. Oktober allerdings finden ausschließlich digital statt. Das gilt auch für die Erstsemesterbegrüßung mit dem "Markt der Möglichkeiten".

Maskenpflicht in Gebäuden kommt

Für Oktober wird eine hessische Verordnung erwartet, die unter anderem die Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in bestimmten Hochschulbereichen vorschreiben wird. Das Präsidium empfiehlt schon ab sofort dringend, Maske zu tragen auf "Verkehrswegen" und in Begegnungsbereichen sämtlicher Uni-Gebäude, auch beim Betreten und Verlassen von Besprechungs- und Veranstaltungsräumen. Am Sitzplatz kann die Maske abgenommen werden.

Nach wie vor bleiben alle Gebäude für den Publikumsverkehr geschlossen. Ausschließlich Beschäftigte und Berechtigte sowie Studierende für Präsenzveranstaltungen erhalten Zugang.

"Aus gegebenem Anlass" werde in den kommenden Wochen stärker überwacht werden müssen, dass die Berechtigten die Türen nach dem Betreten nicht offen stehen lassen. Die Türen zu schließen, sei eine "Dienstpflicht", mahnt das Präsidium.

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