Ein Bus mit der Aufschrift Uni-Express hält an einer Bushaltestelle.
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Der AStA plädiert für einen Uni-Express, der zwischen Bahnhof und Philosophikum verkehrt und nur am Berliner Platz hält. (Fotomontage)

Öffentlicher Nahverkehr

Bürgerantrag für Expressbus läuft: Schnelle Verbindung schon seit Jahren gefordert

  • Kays Al-Khanak
    VonKays Al-Khanak
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Darauf warten Studierende in Gießen schon lange: Eine Buslinie, die fast ohne Stopp zwischen Bahnhof und Philosophikum verkehrt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Gießen – Der Bedarf an einer Expressbuslinie zwischen Bahnhof und Rathenaustraße ist unstrittig - seit Jahren. Doch geschehen ist bisher nicht viel. Nun hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) auf dem Onlineportal der Stadt zu diesem Thema einen Bürgerantrag eingebracht. Stand Montag hat der Antrag 539 von 836 benötigten Unterstützungen.

Bürgerantrag für Expressbus in Gießen: Schon länger gewünscht

Drei Jahre ist es nun schon wieder her, dass die Stadt die Einrichtung einer Expressbuslinie zwischen Bahnhof und den Gebäuden der Justus-Liebig-Universität (JLU) im Schiffenberger Tal in Aussicht stellte. Realität wurde diese von der Uni schon länger gewünschte Verbindung bislang nicht. Vor drei Jahren hieß es vonseiten der Stadt, der Uni-Express werde im Zuge der anstehenden Fortschreibung des städtischen Nahverkehrsplans ins Stadtbussystem integriert. Die schnelle Verbindung könne ohnehin erst nach dem Umbau der Rathenaustraße starten, hieß es damals. Der ist mittlerweile beendet. Der Uni-Expresses könnte also frühestens zum Fahrplanwechsel 2021/2022 kommen.

Genau das fordert auch der Bürgerantrag des AStA: Der Schnellbus soll ab diesem Wintersemester eingerichtet werden und dann zwischen den beiden Endpunkten nur am Berliner Platz halten. Der Bus soll mindestens alle 60 Minuten und ausgerichtet an den Vorlesungszeiten der JLU verkehren. Den Grund nennt der AStA in seinem Antrag: Die aktuelle Verbindung zwischen Bahnhof und dem größten Campus der JLU sei besonders für Studierende und Mitarbeitende aus dem Umland unattraktiv. Die Linie 10 benötige wegen ihrer Linienführung über Klinikviertel und dem Campus Naturwissenschaften 25 Minuten pro Strecke. Die geforderte Expresslinie würde für Studierende und Mitarbeiter der Universität die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs deutlich erhöhen und wäre im Sinne einer ökologischen und sozialen Verkehrswende.

Bürgerantrag für Expressbus in Gießen: Kritik an Bürgermeister Peter Neidel

Kritik äußern die Studierendenvertreter an Bürgermeister Peter Neidel. Dieser habe das Verkehrsreferat des AStA nicht zu den Gesprächen über den neuen Verkehrsentwicklungsplan eingeladen. Somit habe er ihnen auch »der Möglichkeit, studentische Interessen in den aktuellen Stand einzubringen, beraubt«. Wenn jedoch mindestens 836 Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz das Vorhaben unterstützen, müsste am Ende über das Vorhaben im Stadtparlament abgestimmt werden.

Dies ist nur eine Frage der Zeit. Denn das Grün-Rot-Rote Bündnis hat für die aktuelle Parlamentsrunde einen Antrag zu diesem Thema eingebracht. Dieser wird am heutigen Dienstag im Ausschuss für Planen, Bauen, Umwelt und Verkehr beraten. Dort heißt es, der Uni-Express sei im Sinne einer ökologisch-sozialen Verkehrswende. Bereits im »Green City Plan« sei er als Linie 18 vorgeschlagen worden. (Kays Al-Khanak)

Den Antrag zum Expressbus so wie weitere Bürgeranträge kann man über die Webseite „Gießen DIREKT“ unterstützen.

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