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Wohnhäuser statt Betriebshallen: Hinter dem Hochwasserdamm in der Weststadt tut sich wieder etwas.

Stadtplanung

Gießen: Hinter dem Hochwasserdamm sollen weitere Wohnungen entstehen

  • Burkhard Möller
    VonBurkhard Möller
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Wohnen hinterm Deich bleibt attraktiv. Die Stadt Gießen geht nun die Umplanung eines Areals in der Weststadt an.

Gießen – Bei der händeringenden Suche nach Wohnbauflächen ist das Stadtplanungsamt erneut direkt hinter dem Hochwasserschutzdamm in der Weststadt fündig geworden. Nach einem Eigentümerwechsel und dem bevorstehenden Wegzug eines Schreinereibetriebs bietet sich aus Sicht der Stadt die Möglichkeit, hinter der Kreuzung des Leimenkauter mit dem Launsbacher Weg das »Gewerbegebiet Leimenkauter Weg« in ein Mischgebiet mit mindestens 50 Wohnungen umzuwandeln.

Gießen: „Das ist eine attraktive Lage“

Eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans hat der Magistrat soeben auf den Weg gebracht. »Das ist eine attraktive Lage«, sagt Bürgermeister und Planungsdezernent Peter Neidel zu dem Vorhaben. Die Gießener kennen den Bereich vor allem, weil sich im Geltungsbereich des Plans die Jugendwerkstatt und die Gießener Tafel befinden, die dort auch bleiben können. Zum Werner-Gleim-Damm hin soll sich an das reine Gewerbe- ein Misch- und Wohngebiet in Form einer zwei- bis dreigeschossigen Bebauung anschließen. Dort befinden sich Werkstätten, einige Dienstleister mit Büros und ein Mehrfamilienhaus. Bald frei wird laut Neidel nur die direkt hinter dem Damm gelegene Fläche, auf der jetzt noch die Schreinerei steht.

Obwohl mittlerweile auch die Gewerbeflächen in Gießen knapp werden, sieht der Magistrat in der Entwicklung des Gebiets Katzenfeld einen Ausgleich in der Nähe. Für die Umwandlung in ein allgemeines Wohngebiet spricht laut Magistratsvorlage die positive Entwicklung des Gebiets, zu der ganz maßgeblich der Dammweg und der Bau des Christoph-Rübsamen-Stegs beigetragen hätten. Der an der östlichen Ecke des Gebiets ansässigen Gastronomie (Bistro Moskau) könnte im Geltungsbereich des Gesamtplans eine Ersatzfläche angeboten werden.

Gießen: Jede fünfte Wohnung soll öffentlich gefördert sein

Die städtischen Vorgaben sehen unter anderem vor, dass jede fünfte Wohnung öffentlich gefördert sein muss, auch müssen 50 Prozent der Dachflächen mit Fotovoltaikanlagen bestückt werden, zudem muss eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge geschaffen werden. Vorbild könnte die zwischen Schützenstraße und Hochwasserdamm entstandene Wohnbebauung sein. (mö)

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