Von Gießen aus in die Welt

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Die Künstlerin Moravia ist nach 25 Jahren Leben und Schaffen in Italien nach Hessen zurückgekehrt. Unter ihrem Geburtsnamen Karin Steffek wurde sie mit 20 Jahren vom damaligen Kulturdezernenten Heinrich Bitsch in den Oberhessischen Künstlerbund empfohlen. Sie trat später dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Hessen und der "International Arts Guild" in Monte Carlo bei, zeigte mit der Künstlergilde Esslingen ihre Werke. Schon früh wurde sie im Thieme-Becker-Künstlerlexikon Leipzig und im "Who’s Who" aufgenommen.

Die Künstlerin Moravia ist nach 25 Jahren Leben und Schaffen in Italien nach Hessen zurückgekehrt. Unter ihrem Geburtsnamen Karin Steffek wurde sie mit 20 Jahren vom damaligen Kulturdezernenten Heinrich Bitsch in den Oberhessischen Künstlerbund empfohlen. Sie trat später dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Hessen und der "International Arts Guild" in Monte Carlo bei, zeigte mit der Künstlergilde Esslingen ihre Werke. Schon früh wurde sie im Thieme-Becker-Künstlerlexikon Leipzig und im "Who’s Who" aufgenommen.

Der Künstlername "Moravia" ist gleichsam eine Hommage der Kosmopolitin an ihr Geburtsland Mähren. In Gießen hat sie aber ihre Schul- und Studienzeit verbracht. Hier erschienen ihre Idylle-Skizzen schon vor rund 40 Jahren in verschiedenen Tageszeitungen. Anfang der 60er Jahre schuf Moravia Life-Figurinen zu Kritiken der Neuinszenierungen im Gießener Stadttheater. In den 80er Jahren bereicherten ihre Schmuckblätter das "Journal" sowie den "Wetterauer Kreiskalender". In der Folge erschienen eine Kunstmappe mit hessischen Motiven sowie ein Kalender.

Als freiberufliche Journalistin schrieb Moravia Reise-Features und arbeitete für den "Südkurier" in Konstanz. Im Gießener Jugendzentrum erfreuten sich ihre Mal- und Zeichenkurse großer Beliebtheit.

Stets entwickelte die Künstlerin ihre graphischen Techniken weiter, forderte Aufmerksamkeit in den 70ern mit Themen wie "Der Fluß schreit", "Ecce flores" und dem "Sport der Nation". Diese Bilder erfuhren auch 1973 großes Interesse in den Ausstellungen der Goethe-Institute von Bogotà und Medellìn. Die gläubige Kirchenkritikerin hat bis heute ihre Lebensphilosophie bewahrt, die 1978 in der "Gotteswiese" quasi zu ihrem Markenzeichen wurde. 1976 erhielt sie das begehrte Stipendium für die "Villa Massimo" in Rom. In Neapel belobigte man ihre Arbeit mit der "Medaglia Dorata", in Monte-Carlo mit der "Palme dÓr des Beaux Arts".

In Australien folgten unter anderem Ausstellungen im "Hilton" (Melbourne) und im Goethe-Institut (Sydney) sowie Umsetzungen zur "Morphologie der australischen Landschaft, Flora und Fauna". Durch die starke Farbigkeit des Meeres, der roten Erde und der Blütenpracht unter tropischer Sonne floss in Moravias bis dato schwarz-weißen Grafiken wie selbstverständlich die Farbe ein. Mit zusätzlichem Aquarellieren schuf sie eine neue Mischtechnik, die nicht nur Dargestelltes greifbar, sondern auch transparent macht.

Mit dem Ortswechsel nach Italien in ein Bergdorf oberhalb des Lago Maggiore verfeinerte die Malerin ihre Technik weiter – umgeben vom Zauber der Stimmungen am See, der Bergwelt mit ihren Schluchten, Hängen und verfallenen "Baiten". Und immer wieder sind da die endlosen Weitblicke über den Lago.

Moravia restaurierte ein 300 Jahre altes Bauernhaus, das vielen internationalen Besuchern eine ständige Ausstellung an "allegria" in lichtvollen, transparenten Bildern bot. Ihre Darstellungen der Schönheit der göttlichen Schöpfung wecken das Bedürfnis, für diese Vielfalt Sorge zu tragen. Das "Paradiso del Lago", die "Serenata del Lago", die transparenten Kamelien und vieles mehr erfreuten viele Besucher rund um den See, so auch im "Palazzo Viani Visconti" in Verbania.

Einen kleinen Eindruck dieser traumhaft schönen Welt hat Moravia jüngst den Besuchern der "Licher Kulturtage" im dortigen Rathaus gegeben. Noch hängen ihre Werke nicht an allen Wänden ihres Ateliers in Münchholzhausen, aber bald schon lädt Moravia ein zum "Atelier der offenen Tür".

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