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Die mobile Wache vor dem Uni-Hauptgebäude.

Uni-Hauptgebäude

Nach Party-Eskalation in Gießen: Besondere Regeln für Uni-Vorplatz - Polizei bezieht Stellung

  • Marc Schäfer
    VonMarc Schäfer
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Nach der eskalierten Party am Wochenende in Gießen hat die Polizei Konsequenzen gezogen. Bis auf weiteres soll der Uni-Vorplatz gesichert werden.

Gießen - Die Polizei und das Ordnungsamt der Stadt Gießen ziehen nach den ersten Einsatzmaßnahmen am Dienstag rund um den Platz vor dem Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität in der Ludwigstraße ein positives Fazit. Während des ersten Gruppenspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft hätten sich nie mehr als fünf Personen gleichzeitig auf dem Gelände aufgehalten, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Nach dem Ende des EM-Spiels hätten zwar immer mal wieder kleinere Gruppen den Platz in der Ludwigstraße aufgesucht. Wenn sie dabei alkoholische Getränke mitführten, wurden sie von den Einsatzkräften angesprochen und auf das auf dem Platz herrschende Alkoholverbot aufmerksam gemacht. »Ohne Ausnahme wurden die Anweisungen von Polizei und Ordnungsamt befolgt und der Platz verlassen«, berichtet die Polizei. Es sei zu keinen ordnungsrechtlichen oder strafrechtlichen Verstößen gekommen. Anwohner gaben den Einsatzkräften vor Ort in Gesprächen positive Rückmeldungen.

Uni-Vorplatz in Gießen: Das Wochenende im Blick

Am vergangenen Samstag war es vor dem Uni-Hauptgebäude zum Party-Exzess gekommen. Zeitweise hatten sich mehr als 1000 Personen auf dem Areal aufgehalten und bis morgens gegen 5 Uhr lautstark gefeiert. Anwohner klagten über Larmbelästigung. Am Sonntag bot sich ein Bild der Verwüstung. Der Platz glich einem Scherbenmeer.

Am Dienstagabend waren die Behörden mit einer mobilen Wache und einem großen Aufgebot an Einsatzkräften vor Ort. Laut Mitteilung werden die aktuellen Maßnahmen von Polizei, Stadt und Universität bis auf Weiteres beibehalten, um den Platz zu sichern. Auch am Mittwochnachmittag waren vier Polizisten im Einsatz. Die Ordnungskräfte haben insbesondere das kommende Wochenende im Blick und bitten alle, sich bei Treffen auf dem Platz regelkonform zu verhalten. »Polizei und Stadt bauen auf einen kommunikativen Ansatz und appellieren an die Vernunft der den Platz aufsuchenden Menschen«, heißt es in der Erklärung. Wo man auf Unverständnis oder widerrechtliches Verhalten treffe, behalte man sich polizeiliche Maßnahmen vor. Neben dem ganztägigen Alkoholverbot gilt auch die Regel, dass der Platz um Mitternacht geräumt werden muss.

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