Im UKGM sieht man sich vor einer möglichen zweiten Welle an schwer Erkrankten gut aufgestellt.
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Im UKGM sieht man sich vor einer möglichen zweiten Welle an schwer Erkrankten gut aufgestellt.

Corona-Pandemie

Gießen: Uni-Klinikum blickt mit Sorge auf steigende Corona-Zahlen

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Die steigenden Infektionszahlen haben bislang noch nicht zu deutlich mehr Corona-Patienten am UKGM gesorgt. Dennoch blickt man von dort auf die neue Gießener Rekord-Inzidenz.

Gießen - Die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Personen steigt im Landkreis Gießen immer weiter an. Am Mittwochabend verzeichnete das Gesundheitsamt insgesamt 250 aktive Fälle, 84 davon sind auf Einwohner der Stadt Gießen zurückzuführen. Am Vortag waren es 74. Die Inzidenz lag am Mittwoch im Landkreis bei 65,4 und damit weiterhin in der zweithöchsten Warnstufe. Die Stadt wies eine Inzidenz von 59 auf. Aufgrund der Infektionslage hat der Landkreis eine weitere Allgemeinverfügung angekündigt, die am Samstag, 24. Oktober, in Kraft treten soll.

Am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) spiegeln sich die steigenden Zahlen auf den Corona-Stationen noch nicht wider. Laut Sprecher Frank Steibli wurden am Standort Gießen am Dienstag fünf Covid-Patienten versorgt, vier davon auf der Intensivstation. Eine Person wird derzeit beatmet.

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Auch wenn die Zahl der Patienten, die in den Kliniken versorgt werden müssen, derzeit nur moderat steige, beobachte man den Anstieg der Infektionszahlen mit Sorge, heißt es aus dem Klinikum. »Es ist eine dynamische Lage zu beobachten, das heißt die Zahlen können sich sehr schnell ändern«, sagt Steibli.

Im Landkreis Gießen stehen laut UKGM insgesamt deutlich über 180 Intensivbetten zur Verfügung, die jedoch derzeit überwiegend mit Nicht-Covid-Patienten belegt sind. »Wenn mehr an Covid-19 erkrankte Patienten intensivpflichtig werden sollten, können zunächst freie Kapazitäten belegt werden, danach wird die Belegung dieser Betten durch Patienten mit geplanten Eingriffen zurückgefahren«, erklärt Steibli. Der Sprecher ist sicher: »Aufgrund der Erfahrungen im Frühjahr sind wir gut auf eine zweite Welle an schwer erkrankten Covid-19-Patienten vorbereitet.« (mac)

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