Hier noch in Köln, heute in Gießen: OK KID steigen aufs Dach.
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Hier noch in Köln, heute in Gießen: OK KID steigen aufs Dach.

„Stadt ohne Meer“

Gießen: OK KID mit überraschendem Auftritt auf Dachterrasse - Soli-Aktion kommt

Die Gießener Band OK Kid musste ihr Festival »Stadt ohne Meer« wegen der Corona-Pandemie ausfallen lassen. Doch nun gibt es Ersatz für die Fans in Gießen. Und auch für alle anderen.

Gießen (chh). Mit einem Bier übers Festivalgelände im Schiffenberger Tal spazieren, kickern, einen Podcast hören und sich dann zu den Klängen von »Stadt ohne Meer« in die Menge schmeißen: So sollte der Samstagabend für etliche Gießener eigentlich verlaufen. Doch daraus wurde nichts. Auch der Ausweichtermin des von der Gießener Band OK Kid organisierten Festivals »Stadt ohne Meer« musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Trotzdem wollen Jonas Schubert, Moritz Rech und Raffael Kühle ihren Fans am Samstag etwas liefern. »Uns war auch wichtig, dass es direkt aus Gießen kommt«, betont Sänger Schubert. Herausgekommen ist ein virtuelles Festival, das die Band von einer Gießener Dachterrasse aus ins Internet streamen wird.

Los geht es um 17.30 Uhr mit Raffi Balboa, gegen 17.50 Uhr tritt Lina Maly auf, um 18.35 Uhr Iuma, 40 Minuten später ist Majan an der Reihe, und ab 20 Uhr geben sich OK KID selbst die Ehre. Das Zusehen ist kostenlos, die Band bittet jedoch um Spenden. Dieses mal nicht für andere Einrichtung, wie es die drei Gießener in der Vergangenheit häufiger getan haben, sondern für das eigene Festival. Denn 2020 war für die gesamte Kunstszene eine Katastrophe.

»Wir haben dieses Jahr keinen Cent verdient und auch nichts auszahlen können. Die ganze Arbeit eines Jahres war umsonst«, sagt Schubert. Das Team habe schließlich ein Festival von A bis Z durchgeplant, das dann aber nicht stattfinden konnte. Und was aus der Pandemie am neuen Ausweichtermin im Frühjahr 2021 geworden ist, steht ebenfalls in den Sternen. »Es ist nicht absehbar und völlig unsicher, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen am 30. Mai ein Festival stattfinden kann«, sagt Schubert. Er betont zudem: »Selbst wenn wir nächstes Jahr ein ganz normales Festival mit Besuchern feiern können, würde das das Defizit aus diesem Jahr nicht aufwiegen können.«

Um die Festivalkasse zumindest ein bisschen zu füllen, bittet die Band um finanzielle Unterstützung. Zum einen durch den Verkauf von Soli-Armbändchen, zum anderen durch Spenden, die während des Live-Streams auf der Homepage stadt-ohne-meer.de getätigt werden können.

Festivalbändchen als Unterstützung

»Das Streaming-Festival an sich ist aber umsonst. Jeder kann reinschauen. Wenn der ein oder andere aber eine Spende da ließe, würde uns das sehr freuen«, sagt Schubert. Denn jeder Cent helfe dem Team in dieser schweren Zeit. Damit aus dem virtuellen »Dach ohne Meer« schnellstmöglich wieder ein leibhaftiges »Stadt ohne Meer« Festival werden kann.

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