Stadtauswärts gilt ab der Eisenbahnbrücke 30.	FOTO: SCHEPP
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Stadtauswärts gilt ab der Eisenbahnbrücke 30. FOTO: SCHEPP

Verkehrsversuch

Gießen: Nun doch Tempo 30 am Rübsamen-Steg

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Die Stadt Stadt startet im Wißmarer Weg einen zunächst auf zwei Jahre befristeten Verkehrsversuch: In der Kurve am Rübsamen-Steg gilt ab sofort »Fuß vom Gas« und Tempo 30.

Gießen – Im Rahmen eines Verkehrsversuches, der auf eine Dauer von zwei Jahren befristet ist, begrenzt die Stadt die Höchstgeschwindigkeit in der Kurve Sudetenlandstraße/Wißmarer Weg in beiden Fahrtrichtungen auf 30 Kilometer pro Stunde.

Diese Stelle wird stark von Radfahrern und Fußgängern frequentiert und liegt in unmittelbarer Nähe zum Rübsamen-Steg über die Lahn und zur Einmündung der Bootshausstraße. Mit dem Bau der Brücke wurde 2014 im Kurvenbereich eine Mittelinsel mit Fußgängerfurt und kleiner Abbiegespur für die Radfahrer eingerichtet, um die Situation in der schwer einsehbaren Kurve zu entschärfen. Der Bereich wurde laut Stadt wiederholt im Rahmen von Verkehrsschauen in Augenschein genommen. Nun vereinfache es die in diesem Jahr überarbeitete Straßenverkehrsordnung den Kommunen, solche Verkehrsversuche durchzuführen.

Gießen: „Besondere Gefahrenlage“ in Kurve?

Das Regierungspräsidium Gießen als Aufsichtsbehörde der Stadt in verkehrsrechtlichen Dingen habe bisher die »besondere Gefahrenlage«, die zur Begrenzung der Geschwindigkeit an dieser Kurve vorliegen müsse, stets verneint. Der Verkehrsversuch mit der Streckenbeschränkung auf Tempo 30, die am Donnerstag ausgeschildert wurde, soll aufzeigen, dass sich die Verkehrssituation insbesondere für querende Fußgänger und abbiegende Radfahrer deutlich verbessert. Die 30er-Strecke beginnt stadteinwärts etwa 50 Meter vor der Kurve und endet hinter der Eisenbahnbrücke am Übergang in die Sudetenlandstraße.

Gießen: Regelmäßige Messungen

Die Stadt wird laut der Mitteilung des Magistrats die Wirkung regelmäßig mittels statistischer Geräte erfassen, um die Wirksamkeit nachzuweisen. Ebenso würden mobile »Blitzer« zur Verkehrsüberwachung eingesetzt.

»Hiermit leistet die Stadt einen weiteren Beitrag für sicheren Fuß- und Radverkehr. Wir setzen damit eine seit langer Zeit gewünschte und dringend erforderliche Maßnahme um, haben unsere Messungen doch gezeigt, dass selbst die bisher maximal erlaubten und dennoch zu schnellen 50 Stundenkilometer oft überschritten werden«, sagte Bürgermeister Peter Neidel. (pm)

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