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Winterzauber an der Lahn: Im nächsten Dezember ist eine Wiederholung geplant. FOTO: SCHEPP

Bürgerfragestunde

Gießen: Stadt weist Kritik nach Weihnachtsmarkt an der Lahn zurück

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Die Stadt Gießen stellt klar: Beim "Winterzauber" an der Lahn im Dezember hat sie keine Geschenke verteilt. Das "unternehmerische Risiko" lag voll beim Veranstalter.

Gießen - Die Summe hatte Ende letzten Jahres für Aufsehen gesorgt: Für eine Gebühr in Höhe von knapp 400 Euro hatte die Stadt dem Veranstalter des Winterzaubers einen Uferstreifen am Lahnufer überlassen, berichtete der Magistrat in der Fragestunde des Stadtparlaments.

Von einem "Schnäppchen" indes, von dem in der Berichterstattung in der Folge die Rede war, könne keine Rede sein, hat am Montag im Hauptausschuss Stadträtin Gerda Weigel-Greilich klargestellt. Vergleiche mit den Standgeldern, die beim Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone von den Beschickern erhoben werden, wies sie als unpassend zurück. Die Grünen-Politikerin beantwortete mehrere Fragen im Rahmen der Bürgerfragestunde.

Weigel-Greilich, deren Gartenamt den Weihnachtsmarkt an der Lahn genehmigt hatte, sprach von "zwei unterschiedlichen Sachverhalten". Die 396 Euro für die Nutzungsüberlassung und die Marktfestsetzung dürften nicht mit einer Standgebühr verglichen werden und stellten nur ein Bruchteil der Kosten dar, die der Veranstalter zur Herrichtung des Ortes aufbringen musste, unter anderem für Sicherheit, Mietkosten für Gebäude und Toiletten, Absperrungen, Werbung, Strom und Wasser, Reinigung und Entsorgung. Alles Kosten, die beim Weihnachtsmarkt von der Stadt bzw. der Gießen Stadtmarketing GmbH übernommen würden und die nicht alle über Standgelder refinanziert werden könnten.

Das "unternehmerische Risiko", seine Betriebskosten auf der "vergleichsweise wenig frequentierten Fläche" an der Lahn hereinzuholen, habe der Veranstalter des Lahnzaubers allein getragen, betonte Weigel-Greilich. 

Die Stadt habe den Veranstaltungsort gebührenpflichtig zur Verfügung gestellt und überdies eine Kaution in Höhe von 5000 Euro für mögliche Schäden verlangt. Die Wiederherstellung der Wiese sei ebenfalls die Pflicht des Veranstalters gewesen. Was der Winterzauber an der Lahn den privaten Veranstalter gekostet habe und welche Beträge Standbetreiber dort zahlen mussten, sei der Stadt nicht bekannt.

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