Sonntagsöffnung

Gießen: Schiffenberger Tal gibt bei Sonntagsöffnung auf

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Die Geschäftsleute im Schiffenberger Tal werden sich nicht an "Sport in der City" Ende März beteiligen. Neuigkeiten dagegen gibt es für das Neustädter Tor.

Im Gewerbegebiet West hatten die Einzelhändler schon vor geraumer Zeit aufgegeben, nun hat auch das Schiffenberger Tal den Glauben an die Teilnahme an einem verkaufsoffenen Sonntag verloren. Für die Veranstaltung "Sport in der City" am 30. und 31. März haben Sommerlad und Obi erstmals keinen Antrag auf Genehmigung gestellt und kein Veranstaltungskonzept bei der Stadtmarketing-Gesellschaft eingereicht. "Man hat die Rechtslage wohl resigniert zur Kenntnis genommen", sagte Bürgermeister Peter Neidel am Montag in der Pressekonferenz des Magistrats.

Dagegen habe die Stadtregierung den Antrag des Einzelhändler-Vereins Gießen Aktiv für die sonntägliche Ladenöffnung am 31. März ohne Abstriche genehmigen können, teilte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz mit. Die aus Kirchen und der Gewerkschaftt Verdi bestehende Gießener Allianz für den freien Sonntag habe "keinerlei Bedenken" gegen das eingereichte Veranstaltungskonzept erhoben. Dies schließe auch die Teilnahme der Galerie Neustädter Tor, ein, wo bei "Sport in der City" eine Kicker-Stadtmeisterschaft mit dem RoboKeeper zwischen den Pfosten stattfinden soll. "Wir sind froh, dass es immerhin gelungen ist, dass die Innenstadt als Einheit auftritt", erklärte Wirtschaftsdezernent Neidel.

Stadt sieht Handel am Zug

Aus Sicht des CDU-Bürgermeisters und der SPD-OB liegt der Ball in mehrfacher Hinsicht "im Feld des Handels". Einerseits müssten sich die Betriebe im Schiffenberger Tal überlegen, einen eigenen verkaufsoffenen Sonntag ohne Innenstadt zu kreieren, andererseits müsse sich der City-Handel über das Thema Verkaufssonntage hinaus Gedanken machen, wie das Shoppingerlebnis attraktiver werden kann. Das Regionalmanagement von Peek&Cloppenburg – das Haus im Seltersweg wird Ende August geschlossen – habe ihr gegenüber erklärt, dass die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage bei der Entscheidung gegen den Standort Gießen keine Rolle gespielt habe, sagte Grabe-Bolz.

Auch der Stadtpolitik sind die aktuellen Probleme des Selterswegs nicht verborgen geblieben. Es liege aber nicht in der Macht der Stadt, den Angebotsmix und die Miethöhe zu beeinflussen, betonte Neidel.

Was die Verkaufssonntage betrifft, geht der Magistrat davon aus, dass der Handel künftig für die drei Events "Sport in der City", Stadtfest und Krämermarkt Rechtssicherheit hat. Einen vierten Termin nur fürs Schiffenberger Tal würde die Stadt begrüßen, erklärte Grabe-Bolz.

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