Fast wie ein Neubau mutet das Gastro-Zelt an, in dem ab 1. April die Gäste des "Knossos" bewirtet werden sollen. Ein Luftkissen in der Dachkonstruktion hinter der Attika wirkt isolierend. Direkt angeschlossen sind ein Zelt für die Küche (r.) sowie eine 300 Quadratmeter große Terrasse in L-Form.
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Fast wie ein Neubau mutet das Gastro-Zelt an, in dem ab 1. April die Gäste des "Knossos" bewirtet werden sollen. Ein Luftkissen in der Dachkonstruktion hinter der Attika wirkt isolierend. Direkt angeschlossen sind ein Zelt für die Küche (r.) sowie eine 300 Quadratmeter große Terrasse in L-Form.

Gastroszene

Gießen: Restaurant "Knossos" wird abgerissen - Und entsteht völlig verändert neu

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Am Lahnufer an der Sachsenhäuser Brücke tut sich etwas: Das Restaurant "Knossos" wird abgerissen und danach am selben Standort neu aufgebaut. In der Zwischenzeit werden die Gäste in einem edlen Zelt bewirtet - mit Panorama-Blick auf den Fluss.

Gießen - Petros Kamargiannis ist ein wenig geschafft. Hinter dem Betreiber des Lokals "Knossos" liegen harte Tage. Doch die Arbeit scheint sich gelohnt zu haben, denn der Gastronom ist nicht nur müde, sondern auch sehr zufrieden. "In diesem Ambiente könnte ich auch länger ein Restaurant betreiben als bloß bis Oktober", sagt Kamargiannis. Als er das sagt, steht er mitten in einem vier Meter hohen Gastronomie-Zelt, das in den letzten Tagen am Gießener Lahnufer errichtet worden ist, und blickt dabei durch eine riesige Glasfassade auf die Lahn.

Auch Kamargiannis’ Geschäftspartnerin Christiane Roth, Pächterin des "Knossos", ist glücklich über die Zwischenlösung. "Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig", sagt sie. "Wir können unsere Gäste doch nicht acht Monate im Regen stehen lassen." Dabei sei den beiden Verantwortlichen sehr wichtig gewesen, dass Atmosphäre, Service und natürlich die Speisen auch im Interims-Knossos von gewohnter Qualität sind. Weder von außen noch von innen ist das Zelt als Zelt zu erkennen. Das Ambiente ist edel.

Knossos Gießen: Zwischenlösung im Gastro-Zelt

Nötig wird die Zwischenlösung im Gastro-Zelt, das am 1. April eröffnet werden soll, durch die großen Pläne, die Roth und Kamargiannis mit dem "Knossos" haben. Das Restaurant, das am 18. August 1995 als "Knossos an der Pulvermühle" zum ersten Mal geöffnet hatte, wird in den nächsten Tagen abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau mit Dachterrasse ersetzt. Der Neubau mutet leicht-mediterran an, die Fronten werden gläsern sein. Die unmittelbar an der Lahn gelegene, neu gestaltete Außenanlage soll gemütliche Plätze in begrünter Umgebung bereithalten.

Der Zeitplan für das Projekt ist eng getaktet: Seit Anfang März ist das Restaurant geschlossen. Die Vorbereitungen für den Neubau laufen seitdem auf Hochtouren. Der Gastraum ist ausgeräumt, die Küche abmontiert und in einem ebenfalls 200 Quadratmeter großen Küchen-Zelt mit direktem Zugang zum Gastro-Zelt wieder aufgebaut worden. "Wir haben die Küche jetzt so gestellt, wie sie später auch im Neubau stehen könnte, um zu testen, ob die Abläufe passen", sagt Kamargiannis. "Mit der neuen Küche werden wir später auch ganz neue Möglichkeiten haben", blickt er voller Vorfreude voraus. Bisher war seine "Knossos"-Küche im Altbau auf vier kleinere Räume verteilt.

Knossos Gießen: Spatenstich für Neubau am 15. April

Der Spatenstich für den Neubau ist am 15. April geplant. Danach werden die Bauarbeiten so richtig beginnen. Ende Oktober, verrät Kamargiannis, könne, wenn alles perfekt laufe, der Neubau sogar schon in Betrieb genommen werden.

Doch erst mal steht das Gastro-Zelt im Fokus von Roth und Kamargiannis. In etwa drei Wochen sollen die Vorspeisenplatten und die frischen Fische, für die das Lokal bekannt ist, aus der Zelt-Küche kommen. Der Gastraum bietet dann Platz für 120 Menschen. Mobiliar und Theke stammen vom "alten" Lokal. Der Gastraum orientiert sich mit der großzügigen Glasfassade zur Lahn und wird ergänzt durch eine 300 Quadratmeter große, im Süden gelegene Sonnenterrasse, die von Pflanzen umrandet wird und auf der Bäume Schatten spenden.

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