Ramazan Kaya (r.) und sein Team, zu dem auch Bruder Ali (2. v. l.) gehört, haben 1,5 Millionen Euro investiert.
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Ramazan Kaya (r.) und sein Team, zu dem auch Bruder Ali (2. v. l.) gehört, haben 1,5 Millionen Euro investiert.

Gastronomoe

Restaurant „Alt Gießen“ öffnet wieder - Und es ist kaum wiederzuerkennen

  • Christoph Hoffmann
    VonChristoph Hoffmann
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Wer das „Alt Gießen“ künftig betritt, wird die Räume in der Westanlage nicht wiedererkennen. Aus dem urigen Wirtshaus ist ein schickes Restaurant für deutsche und mediterrane Küche geworden.

Gießen – Wer das »Alt Gießen« künftig betritt, wird die Räume in der Westanlage nicht wiedererkennen. Aus dem urigen Wirtshaus ist ein schickes Restaurant für deutsche und mediterrane Küche geworden. Der neue Besitzer Ramazan Kaya hat das Lokal zusammen mit seiner Familie übernommen und umfassend saniert. Am kommenden Samstag (27.11.2021) soll es nach der langen Umbauphase wieder öffnen.

Das ursprüngliche »Alt Gießen« war einzigartig in der Stadt. Das lag vor allem an dem Bier, das in der eigenen Hausbrauerei gebraut wurde. Doch 30 Jahre nach der Eröffnung schloss das Brauhaus in diesem Jahr.

Bekanntes Restaurant „Alt Gießen“ wurde kernsaniert

»Wir haben die Räume kernsaniert«, erzählt Kaya. Kein Stein sei auf dem anderen geblieben, selbst der Estrichboden sei herausgerissen worden. Und: An der Rückseite des Lokals hat Kaya zwei große Balkone anbringen lassen, auf denen im Sommer zusammen 200 Personen sitzen können.

In den hellen Innenräumen finden sogar 260 Gäste Platz. Hier hat Kaya die komplette Einrichtung verändert, statt rustikalem Holz wirken die Räume nun hell und freundlich. Zwischen den Tischen sind dezente Glasscheiben angebracht, die mit Blick auf Corona Hygiene sicherstellen sollen. Die Bilder an den Wänden mit italienischen Motiven sollen Erinnerungen an »Bella Italia« wecken.

Rund 1,5 Millionen Euro ins Restaurant „Alt Gießen“ investiert

Das gleiche hat Ali Kaya vor, der Bruder von Ramazan Kaya und Küchenchef des Restaurants. Er betont, künftig vor allem italienische, aber auch deutsche Küche anbieten zu wollen - und verweist darauf, auch in Hanau ein großes Restaurant zu betreiben. »Die Brauereianlage hätte dazu nicht wirklich gepasst«, sagt Kaya, stattdessen wolle man verstärkt auf Wein setzen.

Ein Weiterbetrieb der Brauereianlage hätte zudem hohe Kosten verursacht, sagt Ramazan Kaya. »Sie war schon sehr alt und hätte komplett erneuert werden müssen.«

Das Geld hat sich der Familienbetrieb gespart. Schließlich war der Umbau teuer genug. »Wir haben rund 1,5 Millionen Euro investiert«, sagt Kaya. Umso wichtiger sei es, dass viele Gäste in das neue »Alt Gießen« strömen. Wenn die Brandanlage abgenommen wird, will die Familie Kaya bereits kommenden Samstag das neue »Alt Gießen« öffnen. (chh)

Eine weitere Nachricht aus der Gießener Gastro-Szene: In vielen Kneipen und Restaurants liegen jetzt orangefarbene Bierdeckel aus. Die Gastwirte wollen damit auf einen politisch wichtigen Tag aufmerksam machen.

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