Auch diese Parkplätze in der vorderen und innenstadtnahen Lahnstraße werden bald kostenpflichtig sein.
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Auch diese Parkplätze in der vorderen und innenstadtnahen Lahnstraße werden bald kostenpflichtig sein.

Parksituation

Gießen: Parken wird kostenpflichtig – Immer mehr Zonen nur noch für Anwohner

  • Burkhard Möller
    vonBurkhard Möller
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Die blauen Säulen mit dem weißen P schießen aktuell in Gießen wie Pilze aus dem Boden. Drei weitere Anwohnerparkzonen werden im Laufe des Herbstes am Rande der Innenstadt eingerichtet. Etliche Parkplätze stehen dann nicht mehr kostenlos zur Verfügung.

  • In Gießen fällt vielerorts das kostenlose Parken weg.
  • Drei weitere Parkzonen nur für Anwohner entstehen im Laufe des Herbstes.
  • Die Stadt Gießen verfolgt beim Parkplatz-Management eine klare Strategie.

Gießen – Außer Betrieb« steht im Display des Parkautomaten in der vorderen Lahnstraße. Das Geräte ist keinesfalls kaputt, sondern noch nicht in Betrieb genommen worden. Hier und in der angrenzenden Hammstraße, wo ebenfalls zwei der blauen Säulen mit dem weißen P stehen, wird sich das in den nächsten Wochen ändern.

Die Stadt führt nämlich nicht nur in der südlichen Nordstadt rund um die Steinstraße eine Anwohnerparkzone mit Parkraumbewirtschaftung ein, sondern auch im Bereich des innenstadtnahen Abschnitts der Lahnstraße ab der Gabelsbergerstraße und in der Hammstraße sowie zwischen Ludwigstraße und dem Schiffenberger Weg. Hier zeugen zwei ebenfalls noch inaktive Parkautomaten in der Bleichstraße von der bevorstehenden Veränderung. »Wir planen die Inbetriebnahme Ende Oktober/Anfang November im Zusammenhang mit der Bewohnerparkzone Steinstraße«, bestätigt Stadtsprecherin Claudia Boje. Näheres werde Verkehrs- und Ordnungsdezernent Peter Neidel rechtzeitig erläutern.

Stadt Gießen bittet Pendler fürs Parken zur Kasse – „Wollen Anwohner begünstigen“

Mit der Einrichtung weiterer Anwohnerparkzonen folgt der Magistrat der Linie, innenstadtnahe Wohnquartiere schrittweise vom Parkdruck vor allem durch Berufs- und Ausbildungspendler sowie Innenstadtbesucher zu befreien und Parkplatzkontingente für die Bewohner zu sichern. »Wir wollen die Anwohner begünstigen. Pendler sollten in den Parkhäusern oder auf den bewirtschafteten öffentlichen Parkflächen parken«, hatte Bürgermeister Neidel im vergangenen Jahr die Maßnahmen begründet.

Dieses Ziel versucht die Stadt mit einer Mischung aus reinem Anwohnerparken und dem sogenannten erweiterten Anwohnerparken zu erreichen. Auf reinen Anwohnerparkplätzen dürfen auch nur Anwohner parken, die für den entsprechenden Berechtigungsschein pro Jahr 30 Euro zahlen. Das erweiterte Anwohnerparken kostet 100 Euro pro Jahr und berechtigt dazu, auch auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen im Quartier zu parken. In den gebührenpflichtigen Straßen der südlichen Nordstadt bietet die Stadt keine Langzeittarife an; das Tagesticket wird drei Euro kosten. Wie teuer das Parken in den anderen Gebieten wird, ist noch nicht bekannt.

Gießen: Parkdruck rund um die Uhr

Die Anwohnerparkzone östlich der Ludwigstraße steht auch in Zusammenhang mit der Einrichtung der Fahrradstraße Goethestraße, der einige Parkplätze zum Opfer gefallen waren, die jetzt auch den Anwohnern fehlen. Auf dem Gebiet lastet eigentlich rund um die Uhr ein enormer Parkdruck, weil hier auch viele Kneipengänger abends ihre Pkw abstellen. Die bestehende Anwohnerparkzone III westlich der Ludwigstraße soll nach der bisherigen Planung über die Ludwigstraße hinaus bis zur Gnauthstraße erweitert werden. 30 bis 40 Prozent der dortigen Parkplätze sollen den Anwohnern vorbehalten bleiben, alle anderen Parkplätze werden gebührenpflichtig. (Von Burkhard Möller)

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