Die ersten Parkautomaten in der Steinstraße stehen und werden voraussichtlich im Laufe des Oktobers in Betrieb genommen. FOTO: SCHEPP
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Die ersten Parkautomaten in der Steinstraße stehen und werden voraussichtlich im Laufe des Oktobers in Betrieb genommen. FOTO: SCHEPP

Anwohnerparken

Gießen: Parkautomaten im Bereich Steinstraße im Anmarsch

  • Burkhard Möller
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Mit einiger Verzögerung haben in den letzten Tagen die Arbeiten zur Parkraumbewirtschaftung rund um die Steinstraße begonnen. Es ist nicht die erste Zone in der Universitätsstadt.

Gießen(mö). In den nächsten Wochen werden in der südlichen Nordstadt rund 20 Parkscheinautomaten und Hinweisschilder für das Anwohnerparken aufgestellt. "Voraussichtlich im Oktober werden die Automaten in Betrieb genommen", erklärte Stadtsprecherin Claudia Boje auf Anfrage.

Das Quartier rund um die Steinstraße wird die fünfte Zone für das Bewohnerparken in Gießen sein. Motto auch dieser Maßnahme: Anwohner "first" bei der Parkplatzvergabe. "Wir wollen die Anwohner begünstigen. Pendler sollten sich in den Parkhäusern oder auf den bewirtschafteten öffentlichen Parkflächen parken", hatte Bürgermeister Peter Neidel im vergangenen Jahr erklärt, als die Pläne für diesen Teil der Nordstadt präsentiert wurden. Damals ging die Stadt noch davon aus, dass die Maßnahme bereits Anfang 2020 umgesetzt werden kann.

Die "Bewohnerparkzone V", die nicht zu verwechseln ist mit der Zone V aus der Parkgebührenordnung, umfasst die Steinstraße in ganzer Länge von der Nordanlage bis zur unteren Marburger Straße sowie angrenzende Straßen bis zum Schwarzlachweg, zur Nordanlage und dem Gartfeld, das noch innerhalb der Anwohnerparkzone liegt.

100 Euro pro Jahr für Parkausweis

Auch diese Zone wird wieder aufgeteilt in Bereiche, in denen das reine Bewohnerparken gilt, und Bereiche für das erweiterte Bewohnerparken (siehe Karte). Letztgenannte Straßen (blau) werden bewirtschaftet. Wer hier als Anwohner auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz parken will, muss für den Parkausweis 100 Euro im Jahr zahlen.

Die Anwohner waren im Oktober 2019 über die Ausgestaltung der Parkzone informiert und aufgeklärt worden, wie sie an einen Bewohnerparkausweis kommen. Voraussetzungen, um einen Bewohnerparkschein zu erhalten, sind der Hauptwohnsitz im Gebiet und eine Halterbescheinigung.

Die Straßen zwischen der Nordanlag und der Steinstraße zählen zu jenen innenstadtnahen Bereichen mit hohem Parkdruck, in denen viele Berufspendler ihre Autos den ganzen Tag über abstellen. Daher sah die Stadt insbesondere hier einen Bedarf für Anwohnerparkplätze. Für die Straßen in dem Gebiet bis zum Bahndamm gilt dagegen das reine Bewohnerparken (grün), das im Jahr nur 30 Euro kostet. Hier dürfen Fremde gar nicht parken.

In den gebührenpflichtigen Straßen bietet die Stadt keine Langzeittarife an, das Tagesticket wird drei Euro kosten.

Mit der Einrichtung der Anwohnerparkzone soll auch das Gehwegparken geregelt werden. So zumindest hatte es die Straßenverkehrsbehörde vor knapp einem Jahr angekündigt. In einigen Straßenabschnitten in dem Gebiet ist es durch eine entsprechende Beschilderung erlaubt, wo Bürgersteige schmal und die Straßen breit genug sind, um Autos abzustellen, soll es unterbunden werden.

Als nächstes will das Ordnungsamt die Erweiterung der Parkzone zwischen der Ludwig- und der Gnauthstraße in Angriff nehmen, um nach dem Wegfall einiger Parkplätze durch die Ausweisung der Fahrradstraßen Parkraum für die Anwohner zu sichern. Eine Prioritätenliste für weitere Straßen führt die Stadt nicht. Wünsche gibt es viele.

Am Dienstagabend Infos beim Runden Tisch

Die Verkehrssituation in der südlichen Nordstadt und die neue Parkregelung sind am Dienstagabend auch Thema bei der Sitzung des Runden Tischs Flussstraßenviertel in der Alevitischen Gemeinde (Reichenberger Straße 5-7). Beginn ist um 19 Uhr. Holger Hedrich von der städtischen Straßenverkehrsbehörde informiert und beantwortet Fragen. Weiteres Thema ist die Spielplatz-Planung für das Areal der Schreinerei Möll. Dazu informiert Sylvia Holzmann aus dem Gartenamt der Stadt. Auch über das Projekt Sauberkeitspaten wird in der Sitzung informiert.

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