Die OB beim Online-Gespräch mit der Kanzlerin.
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Die OB beim Online-Gespräch mit der Kanzlerin.

Online-Meeting

Gießen: OB Grabe-Bolz spricht mit Kanzlerin Merkel über Geflüchtete

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Gießens wichtigste Politikerin trifft Deutschlands wichtigste Politikerin in einer Online-Schalte. 

Gießen – 19 kommunale Teilnehmer - darunter 15 Oberbürgermeister - hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag zu einer Online-Unterredung gebeten. Thema: Der Umgang mit der Flüchtlingskatastrophe auf Lesbos und der mögliche Beitrag der Städte, die ein »Sicherer Hafen« für die Flüchtlinge sein wollen. Mit dabei: Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, die betont hatte: »Wir Städte wissen, wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen können, weil wir wissen, was wir leisten können.«

Diese Botschaft haben die meisten OBs auch in der Video-Schalte vertreten. Kanzlerin Merkel hatte zuvor dargestellt, dass es zu einem gesamtstaatlichen Vorgehen keine Alternative gäbe und sie weiter die EU als verantwortlich sehe. Sie betonte aber ihren Wunsch nach einem Austausch mit den kommunalen Verantwortlichen.

Gießen: Ob bietet an, mindestens 20 Geflüchtete aufzunehmen

Diskutiert wurde, welche Rolle bei der Kompetenzverteilung zwischen Bund, Land und Kommunen Letztere spielen könnten. Einer darüber hinausgehenden freiwilligen Aufnahme von Geflüchteten - zusätzlich zu den Regeln des Asylsystems - erteilte die Kanzlerin eine Absage.

Gießens OB hat erneut angeboten, dass die Universitätsstadt mindestens 20 Minderjährige aufnehmen könne, »dank des Engagements unserer Partner - insbesondere des Caritas-Verbandes« Gießens langjährige Erfahrung in der Aufnahme der Minderjährigen belege, dass sich diese Jugendlichen eine Zukunft aufbauen konnten. »Weil wir sie eng begleiten konnten, haben sie sich selbst ihre Chancen erarbeitet. Weil wir dies können, möchten wir es auch tun«, so Grabe-Bolz. (red)

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