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Wenn es gut läuft, soll nach dem Willen von (v. l.) Eyyup Kaya, Markus Urich und dem künftigen Hotelmanager Volker Thiele noch ein weiteres Hotel entstehen. 

Neueröffnung

Neues Hotel in Gießen nach Verzögerung fast fertig - Bereits weitere Pläne an Admiral Music Lounge

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Am Oberlachweg in Gießen wird zwar noch immer gebaut. Doch im April soll das Prime Time Hotel eröffnen. Wenn es gut läuft, wollen die Verantwortlichen nebenan gleich noch ein Hotel bauen.

Gießen - Markus Urich und Eyyup Kaya sitzen im Primecut-Restaurant. Durch die großen Fenster haben sie einen guten Blick auf das gegenüberliegende Prime Time Hotel. Aus dieser Perspektive sieht die Unterkunft fertig aus. Doch der Schein trügt, außerhalb des Blickfelds sind Arbeiter zugange. "Es wird aber bald fertig sein", sagt Urich, der genauso wie Kaya Bauherr ist. "Spätestens für den 1. April sollen die Zimmer buchbar sein."

Erstmals hatten Urich und Kaya, die auch die benachbarte Admiral Music Lounge betreiben, im Februar 2017 von den Hotelplänen gesprochen. Für Mitte 2018 war die Eröffnung vorgesehen. Doch daraus wurde nichts. 

Gießen: Verzögerungen bei Hotel nahe Admiral Music Lounge

"Es hat einige Verzögerungen gegeben", sagt Urich und nennt dafür gleich mehrere Gründe: Zum einen hätten sie parallel ein anderes Hotel in Wetzlar gebaut, was Kapazitäten gebunden hätte. Außerdem würden alle Möbel von einem lokalen Schreiner nach Maß gefertigt, was ebenfalls Zeit koste. Der aus dem Bauboom resultierende Handwerkermangel sei ebenfalls ein Grund, vor allem aber liege die Verzögerung an einer Planänderung. "Ursprünglich hatten wir eine Stahltreppe als Fluchtweg vorgesehen. Diese Optik hat uns aber nicht gefallen. Wir wollten stattdessen ein richtiges Treppenhaus", erklärt Kaya. Dafür hätten sie einen neuen Bauantrag stellen müssen. Aufgrund der Nähe zur Autobahn sei in dieser Frage auch eine Abstimmung mit "Hessen Mobil" nötig gewesen.

Von einer anderen Idee mussten sich die Geschäftsleute verabschieden. Ursprünglich hatten Urich und Kaya vor, das Steakhouse aufzustocken, um dort ebenfalls Hotelgäste unterzubringen. "Das ist vom Tisch", sagt Urich, "wegen fehlender Tragfähigkeit wäre der Aufwand zu groß."

Gießen: Bereits Pläne für nächstes Hotel

Dafür gibt es nun neue Pläne. Sollten die 40 Zimmer des Prime Time Hotels gut ausgelastet sein, wollen Urich und Kaya am Oberlachweg ein weiteres Hotel mit 80 bis 100 Zimmern bauen. "Wir haben diesbezüglich schon mit dem Stadtplanungsamt gesprochen", verrät Urich und fügt an: "Wir haben hier oben ausreichend Baugrund."

Für eine Stadt dieser Größe gibt es in Gießen viele Hotels, weitere sind geplant, zum Beispiel auf dem Gelände des ehemaligen Haarlem. Trotzdem sehen Kaya und Urich noch Potenzial. Grund ist die direkte Nachbarschaft zum ehemaligen US-Depot, wo sich derzeit viele Unternehmen ansiedeln, zum Beispiel der Otto-Konzern. "Wir haben jetzt schon konkrete Anfragen nach Zimmern", sagt Kaya. Urich ergänzt, dass Geschäftsleute und Arbeiter ab April in unmittelbarer Nähe ihres Einsatzortes übernachten könnten. "Für uns ist die Erschließung der Kaserne ein Glücksfall", sagt Urich. Er betont aber auch: "Wir werden für unseren Mut belohnt, den wir damals hatten, als wir hierher gezogen sind."

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