Die Diamantenjagd führt die Spieler durch diverse umgestaltete Räume des Museums.
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Die Diamantenjagd führt die Spieler durch diverse umgestaltete Räume des Museums.

Diamantenjagd im Alten Schloss

Neues „Escape Room“-Spiel in bekannter Gießener Location

Im Alten Schloss in Gießen fand ein Testlauf für ein „Escape Room“-Spiel statt. Dieses wurde mit Kindern und Jugendlichen verwirklicht, die als „Experten für knifflige Rätsel“ auch künftig helfen werden.

Gießen – Das Alte Schloss als Teil des Oberhessischen Museums hat Einiges für Geschichts- und Kunstinteressierte zu bieten. Allerdings stellt es sich auch als exzellenter Ort für ein interaktives »Escape Room«-Spiel heraus. Die erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei Jung und Alt.

Kurz erklärt, worum es geht: Ein »Escape Room« ist ein umgestalteter Raum für den eine Geschichte geschaffen wurde. Das Spiel startet in einem dieser möblierten Räume. Die Spieler sind hier meist eingesperrt und müssen in einer vorgegebenen Zeit Hinweise entdecken und Rätsel lösen, um etwa einen Schlüssel für eine Tür zu erhalten. Mit dem können sie dann dem Raum entfliehen. Oft müssen mehrere Räume durchlaufen werden, um das Spiel zu gewinnen. Das Setting kann dabei ganz unterschiedlich gestaltet sein, egal ob etwa Horror-, Krimi- oder Fantasie-Szenario.

Da das Alte Schloss an sich schon ein schaurig-schöner Schauplatz mit vielen spannenden Räumen ist, passte das Spiel also sehr gut hierher. Die Idee dafür hatte das Team vom Oberhessischen Museum schon länger.

„Escapce Room“-Versuch in Gießen: Videobotschaft von „Prof. Durenbold“

Umgesetzt haben den »Escape Room« nun einige Kinder und Jugendliche (acht bis 14 Jahre) vom Jugendtreff Holzpalast und Jugendclub Gießen West zusammen mit der Stiftung Digitale Spielekultur aus Berlin und dem Diakonischen Werk Gießen. Um »kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe« der Schüler geht es. Der gruselige Heidenturm und Kerker des Alten Schlosses, sowie das ganze Museum, standen den Jugendlichen dabei zur Verfügung. Zum einen sollten sie dabei ein Museum bis ins Detail kennenlernen. Das sei etwas, das im Leben vieler Heranwachsender zu kurz komme.

Zum anderen sollten die Teilnehmer auch ihrer Kreativität bei der Umsetzung der »Escape Rooms« freien Lauf lassen. Inspiration kam dafür von Lisa Mütsch und Christian Rall von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW. Die beiden entwickelten in einem Workshop, zusammen mit dem Team des Museums, ein Spielkonzept mit den Kindern und Jugendlichen. Als »Testsubjekte« dienten zunächst die Eltern der Workshop-Teilnehmer. Die kamen ins Staunen, was ihr Nachwuchs auf die Beine gestellt hatte.

Gießen: „Escape Room“-Spiel führt in den Turm

Es soll an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden, aber der Titel des »Escape Rooms« lautet »Professor Durenbold’s Diamantenjagd«. Die Jagd selbst geht durch viele Teile des Museums. Im Eingangsbereich meldet sich bereits Professor Durenbold per Videobotschaft höchstpersönlich bei den »Escape Roomern« zu Wort, gibt eine Einleitung und erste kryptische Hinweise. Im Erdgeschoss des Museums muss dann der Schlüssel für die Tür des Schlossturms gefunden werden.

Im Turm selbst hat der Professor nämlich sein Büro eingerichtet, das mit Hinweisen gespickt ist, woran er gearbeitet hat und wo der »Diamant von unschätzbarem Wert« ist, den er erschaffen hat. Der finale Raum wartet in der Spitze des mittelalterlichen Turmes, die mit viel Liebe zum Detail von den Kindern und Jugendlichen zum futuristischen Labor des exzentrischen Wissenschaftlers umgebaut wurde.

„Escape Room“-Spiel in Gießen: Für Gruppen bis zu 15 Spielern

Das Spiel selbst soll auch künftig im Oberhessischen Museum für Gruppen von etwa drei bis 15 Spielern nutzbar sein. Damit können die Inhalte des Museums auf neue und spannende Art entdeckt werden. In einem sogenannten Peer-to-Peer-Konzept sollen dann immer zwei Jugendliche das »Escape Room«-Spiel im Alten Schloss betreuen. Sie gelten hier dann augenzwinkernd als »Experten für knifflige Rätsel und versteckte Schätze«.

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