Astrid Eibelshäuser, Peter Neidel und das Dialogdisplay.
+
Astrid Eibelshäuser, Peter Neidel und das Dialogdisplay.

Heyerweg

Neues Dialogdisplay soll Raser abschrecken – Auch Blitzer denkbar

Im Heyerweg sind viele Autofahrer zu schnell unterwegs. Die Stadt Gießen hat nun reagiert.

Gießen – Deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen im Heyerweg setzt die Stadt Gießen nun eine ebenso deutliche Maßnahme entgegen, wie Bürgermeister Peter Neidel und Stadträtin Astrid Eibelshäuser bei der Einrichtung eines Dialogdisplays in der Straße betonten. Dialogdisplays stellen nach Ansicht der Stadt ein adäquates Instrument zur Unterstützung der Geschwindigkeitsreduzierung in sensiblen Bereichen dar.

Gießen: „Hohe Bedeutung für das Quartier“

»Das hat eine hohe Bedeutung für das Quartier«, betonte Neidel. Das Display gibt an, wenn Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs sind. Das stationäre Display ist ohne km/h-Anzeige, um Autofahrer nicht zu ermutigen, extra schnell zu fahren. »Keiner soll hier seinen Tacho eichen. Ich bin ein Freund von den Displays, denn so werden unachtsame Autofahrer gemahnt«, schilderte der Bürgermeister. Eibelshäuser bekräftigte, dass Maßnahmen wie die Errichtung einer Schwelle oder das Platzieren des Dialogdisplays im Heyerweg kleine, aber effiziente Maßnahmen seien. »Im Städtebauprogramm sozialer Zusammenhalt wurde die Straße von Anfang an im Handlungskonzept diskutiert«, sagte die Sozialdemokratin. Die Stadt habe die Möglichkeiten der Fachämter genutzt, zudem seien alle Gremien mit dem Thema befasst worden. »Es war ein umfangreicher Prozess, aber wir fanden es wert, darüber öffentlich zu berichten«, erzählte Eibelshäuser.

Holger Hedrich vom städtischen Ordnungsamt unterstrich, dass das Dialogdisplay verkehrspsychologisch wirksam sei. »Es führt das Verhalten vor Augen. Wir haben hier eine besondere Situation und eine schützenswerte Straße im Quartier.« Malin Schwarz vom Quartiersmanagement Eulenkopf zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Display. »Die Anregungen der Bewohner wurden angenommen. Sie haben selbst den Standort entschieden und ich denke, so steht es gut.« Dass die errichteten Schweller am Ende der Straße lediglich Autofahrer aufhalten, aber keine Zweiräder, dessen ist sich das Ordnungsamt bewusst.

Gießen: Keine Besserung im Heyerweg? Blitzer denkbar

Die Kosten von rund 10 000 Euro kamen zu zwei Dritteln aus Fördermitteln, den Rest stemmte die Stadt. Auf die Frage, ob ein mobiler Blitzer in Erwägung gezogen werden könnte, wenn sich die Situation nicht verbessert, zögert das Ordnungsamt zunächst. »Wir können gegebenenfalls auch mobile Geräte wie Blitzer oder weitere Messstationen einrichten. Das wäre dann aber ergänzend«, sagte Hedrich. (ixi)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare