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Die DAK zieht in das alte Commerzbank-Gebäude in der Johannesstraße. Weitere Mieter folgen.

Mieter gefunden

Commerzbank-Gebäude in Gießen bekommt endlich neue Mieter

  • vonSebastian Schmidt
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Lange hat es gedauert: Nach vier Jahren Leerstand ziehen nun neue Mieter in das alte Commerzbank-Gebäude in der Johannesstraße. Ein paar Rätsel sind noch offen.

  • Das Commerzbank-Gebäude in der Johannesstraße in Gießen bekommt neue Mieter.
  • Eine Etage belegt eine Versicherung.
  • Das Vermieter-Unternehmen deutet weitere künftige Mieter an.

Gießen - Nachdem das alte Commerzbank-Gebäude in der Johannesstraße in Gießen vier Jahre leergestanden hatte, ging es jetzt Schlag auf Schlag: Alle drei Stockwerke sind vermietet. Den Anfang machte die Versicherung DAK. Sie ist mit ihrer Service-Stelle und ihrem Vertrieb in das Erdgeschoss des Gebäudes gezogen.

Kulturdenkmal in Gießen: Drei Stockwerke, drei Unternehmen

Das sei die Initialzündung gewesen, um auch die übrigen zwei Etagen zu vermieten, sagt Armin Ede vom Vermieter-Unternehmen Coreo. Er erklärt: »Wenn Interessenten sehen, da passiert etwas, denken sie, sie müssen sich entscheiden, um ihre Chance nicht zu verpassen.« Diese Erfahrung habe er auch schon bei anderen Immobilien gemacht. Sobald einer den Anfang mache, folgten weitere. Wer der DAK in das alte Commerzbank-Gebäude in Gießen gefolgt ist, darf Ede noch nicht mitteilen. »Wegen des Datenschutzes«, erklärt er. Aber ein paar Details verrät er dann doch.

Beides seien Unternehmen aus Gießen. In das erste Stockwerk ziehe eine Projektplanungs-Firma. In das zweite Stockwerk eine Kieferorthopädin. Mit der DAK im Erdgeschoss sind damit alle Etagen des Gebäudes vermietet. Nur eine kleine Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss steht noch leer. Ede: »Um die kümmern wir uns auch noch, wenn die anderen Mieter eingezogen sind.« Außerdem soll nach dem Einzug der neuen Mieter die Fassade neu gestrichen werden.

Kulturdenkmal: „Eines der schönsten Gebäude in Gießen“

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz freut sich, dass dem 1906 erbauten Kulturdenkmal neues Leben eingehaucht wird. Sie betont: »Es ist eines der schönsten Gebäude, die wir in Gießen haben.« Das sieht auch Manuel Höres so, Leiter des Service-Zentrums der DAK. »Aber bis man sich nach dem Umzug heimisch fühlt, wird es noch ein bisschen dauern«, vermutet er. Sechs Vertriebsmitarbeiter, 18 Servicemitarbeiter und eine Auszubildende sind in die neuen Räume gezogen. Die Kunden der Versicherung haben es aber nicht viel weiter als zuvor. 300 Meter liegen zwischen der alten Service-Stelle in der Südanlage und der neuen in der Johannesstraße.

Dort sehen Besucher im Moment eine ungewöhnliche Konstruktion. Unter einem Briefkasten mit dem DAK-Logo liegt ein weiterer Briefkasten auf dem Boden - mit einem Fahrradschloss an einem Gitter befestigt. Darauf angesprochen sagt Höres: »Die Briefkastensituation wird sich noch ändern. Aber wir haben festgestellt, dass es nicht so einfach ist, den Briefkasten einer Bank auszubauen.« Ede lacht und erklärt: »Das war der Nachttresor der Bank.« (seg)

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