An Dreistigkeit kaum zu überbieten: Neben einem stark frequentierten Waldweg im Hangelstein wurde auf einer Strecke von rund 200 Metern jede Menge Hausrat verteilt. 		FOTO: SCHEPP
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An Dreistigkeit kaum zu überbieten: Neben einem stark frequentierten Waldweg im Hangelstein wurde auf einer Strecke von rund 200 Metern jede Menge Hausrat verteilt.

Umweltfrevel

Gießen: Riesige Menge Müll im Wald verteilt - Haben sich Täter selbst verraten?

  • Guido Tamme
    vonGuido Tamme
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Entlang des Waldweges im Hangelstein haben Unbekannte etwa 400 Kilogramm Hausmüll abgeladen. Haben sich die Umweltfrevler mit ihrer dreisten Aktion selbst verraten?

Gießen - Ihren Augen kaum zu trauen glauben seit dem vergangenen Wochenend viele Spaziergänger und Jogger im Hangelstein. Denn beiderseits des Hauptwegs zwischen der Autobahnbrücke in Verlängerung des Treiser Wegs und der Gaststätte »Waldfrieden« liegt neuerdings jede Menge Haus- und Sperrmüll.

In den letzten Jahren wurden in dem Naherholungsgebiet zwar immer wieder einmal große Mengen Müll illegal abgeladen. Meist geschah dies nächtlich neben dem Weg, der vom »Waldfrieden« in den Wald hinein führt. Meist handelte es sich um eine Lastwagenladung Bauschutt, der offenkundig bei einer Gebäuderenovierung angefallen war. Diesmal haben sich dreiste Umweltsünder aber besondere Mühe gegeben: Sie haben den Hausrat auf einer Strecke von rund 200 Metern sorgsam beiderseits des Waldwegs verteilt. So wird das Aufräumen besonders aufwendig.

Umweltfrevler in Gießen: Hinweise gefunden

Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die illegalen Müllentsorger ermittelt, bestraft und zur Kasse gebeten werden können. Denn abgelagert wurden beispielsweise Verpackungskartons, die noch den Adressaufkleber des Empfängers in Buseck tragen. Oder Ausdrucke von Banküberweisungen aus dem Jahr 2012. Sogar Alben mit Baby- und Kinderfotos hatten empörte Spaziergänger entdeckt.

Die Forstverwaltung ist sogleich von Bürgern direkt oder über den städtischen Mängelmelder über den Umweltfrevel informiert worden. Sie wird die schätzungsweise 400 Kilogramm Müll in den kommenden Tagen aufsammeln und entsorgen lassen. Und natürlich werden die Hinweise auf die etwaigen Verursacher an die Polizei weitergeleitet.

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