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Gießen: 15 Autos mit Schäden – Polizei vermutet A49-Protest als Hintergrund

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Wie auf unserem Bild zu sehen, haben Unbekannte an mehreren Autos in Gießen die Reifen platt gestochen oder die Luft herausgelassen.
Wie auf unserem Bild zu sehen, haben Unbekannte an mehreren Autos in Gießen die Reifen platt gestochen oder die Luft herausgelassen. © mac

In der Nacht auf Dienstag (18.01.2022) zerstechen und plätten Unbekannte die Reifen an etlichen Autos im Gießener Stadtgebiet. Laut Polizei hinterlassen die Täter ein vielsagendes Schriftstück. 

Gießen – Unbekannte haben in Gießen in der Nacht zum heutigen Dienstag (18.01.2022) bei etlichen Autos die Luft aus den Reifen gelassen oder die Reifen platt gestochen. Der Polizei sollen bislang etwa fünfzehn solcher Fälle gemeldet worden sein. Wie hoch der entstandene Schaden sei, könne man noch nicht sagen, hieß es in einer Mitteilung. Die Tatorte lagen unter anderem in der Goethestraße, im Fasanenweg und in der Löberstraße.

Gießen: Unbekannte hinterlassen Schriftstücke an Autos

Die Gießener Polizei vermutet, die Sachbeschädigungen könnten mit dem Protest gegen den A49-Ausbau in Zusammenhang stehen. Die Täter sollen „an den meisten“ Windschutzscheiben Schriftstücke hinterlassen haben, die diesen Verdacht zuließen, bestätigte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Es laufen Ermittlungen. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0641/7006-3555 entgegen.

Gießen: Bereits vor zwei Jahren Autos im Visier von A49-Gegnern

Bereits im Spätsommer 2020 waren über 200 Autos in der Universitätsstadt beschmiert worden. Die damaligen Fälle werden dem Widerstand gegen die Rodungen im Dannenröder Forst zugerechnet. Für den Ausbau der A49 zwischen Kassel und Gießen wurden dort hektarweise Bäume gefällt – unter wochenlangen, heftigen Protesten Dutzender Aktivisten. Das Landgericht Gießen rollt seit Montag (17.01.2022) den Prozess gegen eine dieser Demonstrantinnen neu auf. (red/ag)

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