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Raum Gießen: Erneut zwei mutmaßliche Impfpass-Betrüger erwischt

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Von: Alexander Gottschalk

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Wer Corona-Impfnachweise fälscht, dem drohen Geld- und Haftstrafen.
Wer Corona-Impfnachweise fälscht, dem drohen Geld- und Haftstrafen. © Marijan Murat/dpa

In Apotheken in Gießen, Lich und Grünberg sind mutmaßliche Schwindler aufgeflogen. Sie wollten sich wohl mit gefälschten Impfpässen digitale Corona-Impfnachweise erschleichen.

Update vom Mittwoch, 15.12.2021, 14.15 Uhr: Die Polizei hat erneut Ermittlungen gegen zwei mutmaßliche Impfpass-Betrüger eingeleitet. Sie sollen versucht haben, sich mit mutmaßlich gefälschten Impfpässen in einer Apotheke in Lich (Kreis Gießen) digitale Impfzertifikate zu erschleichen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 61-Jährigen aus dem Wetteraukreis und eine 60-Jährige aus dem Landkreis Gießen. Erwischt wurden sie bereits vor rund zwei Wochen. Seitdem hat das Land Hessen die Einschränkungen für Ungeimpfte nochmal deutlich ausgeweitet. Gegen die beiden mutmaßlichen Impfpass-Betrüger wurden Strafverfahren eingeleitet. Hinweise auf die Fälle nimmt die Polizie in Grünberg unter der Telefonnummer 06401 - 9143 entgegen.

Raum Gießen: Nächste Impfpass-Betrügerin aufgeflogen

Update vom Mittwoch, 08.12.2021, 17.17 Uhr: In einer Apotheke in Grünberg ist eine weitere mutmaßliche Impfpass-Betrügerin aufgeflogen. Bereits am gestrigen Dienstag (07.12.2021, siehe Erstmeldung) hatte die Polizei von drei Fällen berichtet, in denen sich Kunden und Kundinnen in Apotheken mit gefälschten Dokumenten QR-Codes für die Corona-Apps erschleichen wollten. Nun flog auch eine 29-Jährige auf, die sich des Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse schuldig gemacht haben soll. In Absprache mit dem Gesundheitsamt informierten die Apotheker die Polizei. Diese ermittelt nun.

Gießen und Lich: Drei Impfpass-Betrüger erwischt – Empfindliche Strafen drohen

Erstmeldung vom Dienstag, 07.12.2021, 16 Uhr: Gießen/Lich – Die Gießener Polizei hat Ermittlungen gegen zwei Frauen und einen Mann aufgenommen, die in Apotheken mit mutmaßlich gefälschten Impfpässen erwischt wurden. Die verdächtigen Frauen sind 69 und 36 Jahre alt, der Mann ist 27 Jahre alt. Alle drei kommen aus dem Landkreis Gießen. Ihnen wird die Fälschung von Gesundheitszeugnissen und die Vorbereitung der Fälschung von amtlichen Ausweisen vorgeworfen. Die drei Fälle stehen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht in unmittelbarem Zusammenhang, traten aber kurz nacheinander auf.

Impfpassbetrug in Gießen und Lich: QR-Code für Corona-Warn-App als Ziel

Am Freitag (03.12.2021) fiel der erste Schwindelversuch in einer Apotheke in der Straße „Am Wall“ in Lich auf. Am Montagabend (06.12.2021) gab es dort einen zweiten Betrugsversuch. Beide kamen zur Anzeige. Auch in der Stern-Apotheke in der Frankfurter Straße in Gießen bemerkten die Angestellten am Montagnachmittag, dass ihnen ein mutmaßlich gefälschter Impfass vorgelegt worden war. Das Ziel war laut Polizei in allen drei Fällen dasselbe: Mit den unechten Dokumenten wollten sich die Schwindler einen QR-Code für die CovPass- oder die Corona-Warn-App erschleichen.

Die Gießener Polizei ermittelt wegen mutmaßlich gefälschter Impfpässe. (Symbolbild)
Die Gießener Polizei ermittelt wegen mutmaßlich gefälschter Impfpässe. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Gießen: Bis vor Kurzem nur Verkaufsangebote zu gefälschten Impfpässen registriert

Zuletzt nahm die Zahl der Impfbetrugsversuche deutschlandweit zu. Noch vor einer Woche hieß es dazu aus dem hiesigen Polizeipräsidium, man habe bislang keine gefälschten Impfpässe in Gießen sichergestellt, aber mehrmals Hinweise bekommen, dass diese über das Internet verkauft würden. Ortsansässige Gastronomen berichteten außerdem von Gästen, die erfolglos versucht hatten, mit Screenshots die 2G-Regel zu umgehen. Am gestrigen Montag (06.12.2021) ließ die Polizei dann im nordhessischen Kassel eine mutmaßliche Fälscherwerkstatt hochgehen. Wer einen Impfausweis fälscht, nutzt oder solch ein unechtes Dokument verkauft, muss sich auf eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren einstellen. (red/ag)

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