Das St.-Josefs-Krankenhaus Balserische Stiftung in Gießen.
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Das St.-Josefs-Krankenhaus Balserische Stiftung in Gießen.

Wegen steigender Corona-Zahlen

Gießen: St. Josefs Krankenhaus erlässt als dritte Klinik Besuchsverbot

  • Alexander Gottschalk
    vonAlexander Gottschalk
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  • Jens Riedel
    Jens Riedel
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Mit dem St. Josefs Krankenhaus sind nun an der dritten Klinik in Gießen Besuche verboten. Ausgenommen von der strikten Regel sind nur wenige. 

  • Der Kreis Gießen hat die höchste Corona-Warnstufe erreicht, die Fallzahlen steigen unaufhörlich.
  • Die Uniklinik und das Evangelische sowie das Katholische Krankenhaus haben ein Besuchsverbot erlassen.
  • Ausnahmen von den Einschränkungen gelten nur wenige.

Update vom Donnerstag, 29.10.2020, 13.27 Uhr: Nun hat auch das dritte Krankenhaus in Gießen ein Besuchsverbot erlassen. Im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung sind Besuche seit Dienstag (27.10.2020) nur noch in absoluten Ausnahmefälle erlaubt, wie die Leitung des Katholischen Krankenhauses mitteilte. Die Ausnahmen im Überblick:

  • Ein Elternteil, wenn er einen minderjährigen Patienten begleitet.
  • Werdende Väter. Sie erhalten auch als einzige täglich eine Stunde Besuchsrecht. Geschwisterkinder sind nicht erlaubt.
  • Besucher für Patienten im Sterbeprozess nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Nach individuellen Absprachen sind Ausnahmen auch für andere Personen wie Seelsorger oder Anwälte möglich. Wer jünger als 16 Jahre ist, hat absolutes Besuchsverbot. Näheres gibt es auf der Seite des Krankenhauses. Ein Besuchsverbot gibt es auch in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Gießen im Bereich Erwachsenenpsychiatrie. Für die Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt es nach individueller Absprache Ausnahmeregelungen.

Uniklinik Gießen erlässt Besuchsverbot – Wenige Ausnahmen vorgesehen

Am Universitätsklinikum Gießen sind Besuche ab Dienstag (27.10.2020) kaum mehr möglich.

Update vom Montag, 26.10.2020, 13.15 Uhr: Als Reaktion auf die steigenden Corona-Zahlen verhängt die Uniklinik in Gießen ab Dienstag (27.10.2020) ein Besuchsverbot, das nur in Ausnahmefällen nicht gilt. „Wir bedauern diesen Schritt und wissen wohl, dass es für Patient*innen und Angehörige eine schmerzhafte Beschränkung ist“, erklärte der Ärztliche Geschäftsführer, Prof. Dr. Werner Seeger in einer Mitteilung. Zum bestmöglichen Schutz aller gehöre es jedoch, „Kontakte in unser Klinikum hinein auf das Notwendigste zu beschränken“. Das Gießener Universitätsklinikum folge mit diesem Schritt den Verordnungen des Landes Hessen. Vergangene Woche hatte bereits das Evangelische Krankenhaus einen Besucherstopp erlassen (siehe Erstmeldung).

Die nun eintretenden Regeln am Uniklinikum Gießen entsprechen denen, die aus der ersten Corona-Welle von März bis Mai bekannt sind. In „besonderen medizinischen Konstellationen“ können Ärzte auch Personen den Zutritt zum Krankenhaus erlauben, die sind vom Besuchsverbot betroffen wären. Generell vom Besuchsverbot ausgenommen sind:

  • Werdende Väter oder andere Vertrauens-/Bezugspersonen der Schwangeren
  • Jeweils ein Elternteil eines minderjährigen Kindes, das stationär oder ambulant behandelt wird
  • Blutspenderinnen und Blutspender
  • Besucher und Angehörige von Palliativpatienten
  • Seelsorger, Rechtsanwälte, Notare und sonstige Personen, denen aus beruflichen Gründen oder aufgrund hoheitlicher Aufgaben der Zugang gewährt werden muss.
Vorsichtsmaßnahme am Evangelischen Krankenhaus: Besuche sind dort vorerst nur eingeschränkt möglich.

Gießen: Evangelisches Krankenhaus verhängt als erste Klinik Besuchsverbot

Erstmeldung vom Freitag, 23.10.2020, 11.23 Uhr: Gießen – Als erstes der drei Gießener Krankenhäuser hat das Evangelische Krankenhaus auf die stark steigenden Corona-Zahlen im Kreis reagiert: Bereits seit Mittwoch (21.10.2020) gibt es dort wieder einen generellen Besucherstopp. »Die aktuellen Gegebenheiten erfordern diese verantwortungsbewusste Entscheidung zum Schutze unserer Mitarbeitenden, Patienten und auch der Besucher selbst«, sagt Geschäftsführer Sebastian Polag. Ausgenommen vom Besuchsverbot sind lediglich Eltern minderjähriger Patienten, Seelsorger, Begleiter sterbender Patienten und gesetzliche Betreuer/Vertreter. Eine Aufhebung des Besucherstopps werde erst bei deutlicher Reduzierung der Fallzahlen in der Region erfolgen, sagte Polag.

Gießen: Weitere Einschränkungen im St.-Josefs-Krankenhaus zu erwarten

Auch am St.-Josefs-Krankenhaus Balserische Stiftung, bei dem schon seit vielen Wochen Patientenbesuche maximal eine Stunde dauern dürfen und nur mit einem Passierschein möglich sind (der an der Pforte erhältlich ist), wird es zu weiteren Einschränkungen kommen. »Wir überarbeiten gerade unsere Besucherregelung, indem wir die neuen Vorgaben des Landes Hessen berücksichtigen. Die neue Regelung wird kurzfristig in Kraft treten. Bis dahin gilt aber noch die bekannte Besucherregelung«, teilte Verwaltungsleiter Christian Uloth mit.

Gießen: Uniklinikum plant aktuell keine Regeländerungen zu Besuchen

Am Uniklinikum ist zwar aktuell noch keine Änderung der Besucherregelung geplant. Dennoch rechnet Pressesprecher Frank Steibli damit, »dass wir möglicherweise demnächst eine Änderung vornehmen müssen, denn die Infektionslage ist sehr dynamisch«. Aktuell können Uniklinik-Patienten nur zwischen 14 und 17 Uhr Besuch empfangen; Ausnahmen gelten für die Intensiv- und IMC-Stationen sowie für die Kinderklinik. Besuche sind nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich; alle Gäste müssen einen Selbstauskunftsfragebogen ausfüllen. Über die jeweils aktuell gültigen Besucherregeln informieren alle drei Gießener Krankenhäuser ausführlich auf ihren Homepages. (jri)

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